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Nikolaus : „Kinder sollten immer Grund zur Freude haben“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bischof Gothart Magaard bescherte die Kleinsten im Schifffahrtsmuseum.

Flensburg | Trotz stürmischen Schmuddelwetters war gestern eine beachtliche Zahl von Eltern mit ihren Kindern an die Schiffbrücke gekommen: Auf dem Bohlwerk – derzeit ohne „Krahn“ – warteten auch Stephanie und Wolfgang Grote mit Marit und Peer auf den Nikolaus. Beim Aufsagen eines Gedichts musste Papa noch helfen, aber die ganze Familie war schon voll erwartungsvoller Spannung: Einen wahren Nikolaus trifft man schließlich auch am 6. Dezember nur ganz selten persönlich! Heißer Kakao und gemeinsames Singen sorgten für adventliche Stimmung.

Standesgemäß kam der Nikolaus mit Schlepper Flensburg bei extremem Niedrigwasser angeschippert – wie es sich für den Schutzheiligen der Seeleute gehört. Er wurde mit Beifall begrüßt. In einer kurzen Ansprache erläuterte er, dass die See etwas ruppig war, er aber dank einer tollen Besatzung nicht seekrank geworden sei. Nur seine Kopfbedeckung, eine Mitra, musste er ständig festhalten.

Im Schifffahrtsmuseum wurde er von Moderator Holger Heitmann interviewt. Auf die Frage, ob er auf seinen langen Reisen auch anderen begegnet sei, zum Beispiel Flüchtlingen, antwortete Nikolaus: „Ich treffe immer wieder auf Menschen in Not, zum Beispiel Seeleute, aber auch Menschen auf der Flucht. Ich möchte alle bitten dazu beizutragen, dass diese hier gut ankommen und sich wohlfühlen.“ Natürlich sei er auch für alle Kinder unterwegs, damit sie am 6. Dezember überrascht würden und sich auf die Weihnachtszeit einstellen könnten. Wie der Flensburger Schutzengel e. V. unterstütze er ein Aufwachsen unter positiven Rahmenbedingungen. „Besonders engagiert sich der Nikolaus für Kinder, die es nicht so gut haben, denn auch sie werden von Gott geliebt“, betonte er. Die Rolle des Nikolaus füllte bereits zum zweiten Mal der Schleswiger Bischoff Gothart Magaard aus.

Seit Jahrhunderten habe der Nikolaus einen Sack mit kleinen Gaben dabei. „Das ist das Wichtigste für Menschen in Not, insbesondere in großen Hungerzeiten“, erklärte er diese Tradition. Und Kinder sollten immer einen Grund zur Freude haben.

Nach dem gemeinsamen Singen von „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ war es endlich so weit – der Nikolaus begab sich in Augenhöhe zu den vielen Kindern hinab und verteilte seine kleinen Gaben, fragte dabei immer nach dem Namen der Kleinen. Viele Mamas und Papas machten währenddessen Fotos von ihrem Nachwuchs mit dem Nikolaus. Schnell waren die 100 Beutelchen verteilt, viele Kindergesichter glücklich. Auch die fünfjährige Danica, die mit Mama Nadja Düsing und Papa plus Oma und Opa ins Schifffahrtsmuseum gekommen war, fand die Aktion „gut“! Das war mit 458 gezählten Besuchern übrigens rappeldickevoll gefüllt.

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erstellt am 07.Dez.2015 | 10:52 Uhr

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