Schafflund : „Kinder sind unsere Zukunft“

<p>Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen (rechts) überraschte Kita-Leiterin Anja Gertsen            mit einem riesigen Igel, behutsam transportiert in einem Paket mit Luftlöchern.</p>

Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen (rechts) überraschte Kita-Leiterin Anja Gertsen            mit einem riesigen Igel, behutsam transportiert in einem Paket mit Luftlöchern.

Der Anbau an den Schafflunder Kindergarten wurde eingeweiht.

shz.de von
20. Juni 2018, 17:03 Uhr

Darauf mussten Anja Gertsen, Leiterin des „Großen Regenbogens“, und ihre Mitarbeiterinnen lange warten: Endlich wurde der Erweiterungsbau der Kita feierlich eingeweiht. Nun ist Platz für 145 Kinder, die von 23 Erzieherinnen sowohl im Stammgebäude als auch im Nachbarhaus betreut werden. Anja Gertsen dankte allen Beteiligten und versprach angesichts der neuen Einrichtungsgröße: „Das, was wir tun mit Herz und Hand, ist immer noch dasselbe: Wir wollen die Kinder stärken.“

Nachdem die Gemeinde das leerstehende Einfamilienhaus direkt neben dem Kindergarten mit dem etwa 1000 Quadratmeter großen Grundstück erworben hatte, wurde es von Architekt Nico Harksen aus Tarp für rund 350 000 Euro umgebaut. Bereits im letzten Jahr hätte alles fertig sein sollen, doch die Arbeiten zogen sich hin – nicht zuletzt, weil die Firmen zurzeit stark ausgelastet sind. Doch getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“ bevölkern nun seit März die „Raupen“ (Krippengruppe) und „Schmetterlinge“ (altersgemischte Gruppe) das „Kleine Haus“, wie es offiziell genannt wird. Und ein Durchbruch durch die Hecke ermöglicht mit wenigen Schritten die Verbindung zum Haupthaus.

Das Außengelände ist noch nicht fertig, aber die Nachbargemeinden Hörup, Meyn und Nordhackstedt brachten große Apfelbäume für die Gestaltung mit. Vor dem Haus werden zusätzliche Stellplätze für Fahrzeuge eingerichtet.

„Das Vertrösten der Eltern hat euch viel Kraft gekostet“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen zu Anja Gertsen. „Aber nun hast du auch deine Oase im Obergeschoss.“ Dort wurde ein großer Mitarbeiterraum mit Küche, Bad und Büro eingerichtet, sodass erstmals Sitzungen, Gespräche und Fortbildungen in einem angemessenen Rahmen stattfinden können.

Pastor Frithjof Stahnke und Vikar Andy Hoth eröffneten die Einweihungsfeier mit einer Andacht. „Der schöne Begriff Kindergarten passt gut hierher. Das Wichtigste, was Kinder brauchen, ist Zeit, um wachsen zu lassen, was sich entwickelt“, meinte Stahnke, und Gerd Nielsen, Leiter des Evangelischen Kindertagesstättenwerks, beklagte den Zeitdruck, unter dem alle angesichts des rasanten Ausbaus von Kita-Plätzen und Betreuungszeiten stünden: „Bei aller Freude nähern wir uns dem Tag, an dem wir keine Mitarbeiter mehr finden.“ Seit etwa 2012 habe sich die Mitarbeiterzahl verdoppelt und liege nun bei 800. In Schafflund kann der erhöhte Bedarf an Kita-Plätzen jetzt mit der achten und neunten Gruppe im „Kleinen Haus“ gedeckt werden, aber weitere Neubaugebiete könnten die Situation wieder verändern. Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen sieht auch das positiv: „Wir können nichts Besseres tun, als in unsere Kinder zu investieren – Kinder sind unsere Zukunft.“

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