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Lachclub : Kichernde Frauen verbreiten gute Laune

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jeden Freitag trifft sich eine Damengruppe in der Begegnungsstätte St. Jürgen zum Lachyoga. Dort können sie herumalbern, ohne sich dafür schämen zu müssen.

shz.de von
erstellt am 12.Mär.2015 | 12:00 Uhr

Flensburg | Fröhliches Gelächter schallt durch den Flur der Begegnungsstätte St. Jürgen und im nächsten Moment fliegt ein gelber Ball mit einem schwarzen Smiley aus einem Raum. Die Frauen des Lachclubs unter der Leitung von Eike Schröder bereiten sich auf ihre Lachyoga-Stunde vor, sie bewerfen sich mit Gummibällen und albern herum. Dann klatscht Eike Schröder in die Hände, lässt die Luft aus dem großen Ball und leitet mit einem fröhlichen „Hoho hahaha“ die Stunde ein.

Immer freitags treffen sich die sechs bis zehn Frauen, um zusammen Spaß zu haben und dabei etwas für ihre Gesundheit zu tun. „Wir können für 20 lachen, sind aber heute nur fünf“, warnen die Damen mit einem Augenzwinkern. Und das merkt man. Am Anfang kling das Lachen auf Kommando etwas künstlich, doch nach und nach wirkt es echt. Eike Schröder, die den Club seit 2008 leitet, erzählt: „Lachen ist wie Gähnen, es steckt an.“

Nachdem die Frauen zwischen 50 und 80 Jahren mit verschiedenen Übungen Sorgen und Ärger lachend abgeschüttelt und ihren Kopf mit einem virtuellen Pfeifenreiniger freigemacht haben, geht es ins Reich der Tiere. Ein Außenstehender macht spätestens jetzt ein verwirrtes Gesicht und fragt sich, was wohl als nächstes kommt. Das Rätsel wird schnell gelöst. Eike Schröder, Karin Mannigel, Elfriede Nissen, Hannelore Grahl und Christa Molter „verwandeln“ sich in einen Pinguin, watscheln ungelenk durch den Raum und kichern dabei. Danach werden sie zum Elefanten und tröten und prusten vor Lachen. Auch ein gackerndes Huhn gehört zu den Übungen. „Hier müssen wir uns nicht verstecken und können einfach herumalbern“, sagt Karin Mannigel.

Von der vielen Heiterkeit wird die Truppe durstig und Eike Schröder ruft: „Dann machen wir uns jetzt einen Lachcocktail.“ In einem virtuellen Mixer werden verschiedene Getränke vermischt und danach getrunken. Eike Schröder hört nach ihrem Glas nicht mehr auf zu lachen und Elfriede Nissen sagt amüsiert: „ Das muss eine starke Mischung sein.“

Dass die Frauen viel Spaß haben, ist nicht zu übersehen. Doch was sagen Freunde und Familie dazu, dass sie einmal in der Woche ausgelassen herumalbern? „Ich werde oft gefragt, ob ich spinne“, erzählt Hannelore Grahl. Doch sie steht zu ihrem Lachclub. Über ihre Tochter ist sie zu dieser außergewöhnlichen Yoga-Art gekommen. Sie könne keine Gymnastik machen, da sei der Lachclub genau das richtige. Die 76-Jährige freut sich immer auf den Freitag, wenn sie zu ihrer Gruppe geht. Auch Elfriede Nissen (75) genießt die lustige Gesellschaft.

Zwischen den Lach-Einlagen macht Eike Schröder immer wieder Entspannungsübungen mit ihren „Mädels“. Am Ende der Stunde wird es ruhig, es werden Stühle in einem Kreis aufgestellt und es wird meditiert. Auch ein Lied wird angestimmt: „Lachen, das ist der Klang der Freude.“ Danach wird noch einmal herzlich gelacht, so lange, wie jeder durchhält. Und spätestens jetzt werden auch Außenstehende angesteckt und von Lachkrämpfen geschüttelt.

 

>Der Lachclub trifft sich immer Freitag von 17 bis 18 Uhr in der Begegnungsstätte St. Jürgen. Infos bei Eike Schröder unter Tel. 0461-27503 oder per Mail an eike_schroeder@web.de .

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