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Banken-Umfrage : Keine Panik vor dem Sepa-Start

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Iban und Bic können kommen: Viele Betriebe und Vereine in und um Flensburg sind zum 1. Februar bereit für neues Zahlungssystem

Heute ist Zeugnistag in Schleswig-Holstein: Doch nicht nur die Schüler erhalten ihre Zwischenzeugnisse, auch Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa), Volksbank- und Raiffeisen-Bank (VR-Bank) sowie Hypo-Vereinsbank verteilen Noten – und die fallen durchweg „gut“ aus. Denn fast alle Vereine und Betriebe in Flensburg und Umland haben bereits auf das neue europäische Zahlungssystem „Sepa“ umgestellt. Für Privatkunden ist Iban das markanteste Merkmal des neuen Zahlungssystems. Die 22-stellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben ersetzt Kontonummer und Bankleitzahl.

Ursprünglicher Stichtag für die Sepa-Umstellung war morgen (1. Februar), doch die EU-Kommission verlängerte Anfang Januar die Frist um sechs Monate. Bis November hatte laut Europäischer Zentralbank erst rund ein Viertel aller Betriebe und Vereine aus den 32 Teilnehmerstaaten auf Sepa umgestellt.

Jene aus Flensburg und Umland haben ihre Hausaufgaben aber gemacht. „Der größte Teil unserer Kunden hatte bereits im letzten Jahr die technischen sowie vertraglichen Rahmenbedingungen erfüllt“, sagt Arne Rohwer von der VR-Bank Flensburg-Schleswig. Von den 4900 Betriebs- und Vereins-Kunden der Nospa seien bislang 90 Prozent Sepa-fähig. „Und diese Zahl steigt täglich“, bestätigt Pressesprecherin Tanja Nissen zufrieden.

Dieses Bild zeichnet auch Georg Ulrich Hamann, Finanzvorstand beim Flensburger Sportverband. „Zusammen mit der Nospa und dem Kreissportverband haben wir sehr früh angefangen, die Verantwortlichen in den Vereinen zu schulen.“

Offenbar mit Erfolg: Der mitgliederstärkste Verein der Region, der TSB Flensburg, führt Hamann zufolge „ohne Wenn und Aber das neue Zahlungssystem zum 1. Februar ein – um nur ein Beispiel zu nennen“. Doch Hamann räumt ein, dass sicherlich noch nicht alle Vereine soweit sind. „Es gibt eine gewisse Dunkelziffer von Vereinen, die froh sind über die verlängerte Übergangsfrist.“

Dieser Umstand überrascht VR-Bank-Mitarbeiter Rohwer nicht. „Im Gegensatz zu Firmenkunden stellt für Vereine die technische Umstellung in der Regel eine größere Herausforderung dar.“ Der Grund: Dort arbeiten ehrenamtliche Kassenwarte, die sich in ihrer Freizeit mit der Umstellung beschäftigen müssen. Bei Nospa und Hypo-Vereinsbank heißt es, der Umstellungsprozess sei genauso reibungslos verlaufen wie bei den Firmenkunden – also alles im grünen Bereich.

Dafür verantwortlich seien nicht zuletzt die umfangreichen Service-Angebote der Kreditinstitute, die daher nicht mit Eigenlob sparen: „Es gibt wirklich nichts, was wir nicht getan haben“, sagt Nospa-Sprecherin Nissen. Ob durch Briefe, Schulungen, Broschüren, Artikel im Kundenmagazin oder auf der Webseite – Sepa war in den vergangenen Monaten an vielen Stellen präsent.

Damit sollen jedoch nicht nur Firmen- und Vereinskunden angesprochen werden. Denn spätestens nach dem Ende der zweijährigen Übergangsfrist am 1. Februar 2016 gilt auch für Privatkunden nur noch das neue Zahlungssystem. Bis dahin werden Überweisungen automatisch in das Sepa-System umgewandelt. Aber alle drei Banken sind davon überzeugt, dass sie auch dann gute Noten an ihre Kunden verteilen können. Rohwer: „Wir haben diesbezüglich keinerlei Bedenken.“

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erstellt am 31.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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