Keine Not mehr mit der Kita-Quote

Ausreichend Plätze für kleine Kinder: Insbesondere in Schleswig sollen bis 1. August noch Kapazitäten geschaffen  werden. Foto: dpa
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Ausreichend Plätze für kleine Kinder: Insbesondere in Schleswig sollen bis 1. August noch Kapazitäten geschaffen werden. Foto: dpa

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17. Mai 2013, 03:59 Uhr

Schleswig-Flensburg | "Wir werden die 35-Prozent-Quote erfüllen." Die Botschaft, die Kreismitarbeiter Reiner Harkanson in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses verkünden konnte, sorgte für zufriedene Mienen bei den Kreispolitikern. Voraussichtlich wird der Kreis am 1. August, dem Stichtag für einen Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz, auf 38,5 Prozent kommen.

Die Umsetzung der Pläne zur U3-Betreuung aus dem Hause von der Leyen hatte sie über Jahre beschäftigt, und fast genauso lange schimpften sie auf die Stadt Schleswig, die das Thema zu verschlafen und dem Kreis eine mögliche Flut von Klagen einzuhandeln drohte. Das Bild allerdings hat sich gewandelt, unter anderem weil das Berufsbildungszentrum (BBZ) und der dänische Schulverein - zumindest Statistisch betrachtet - die Kastanien aus dem Feuer holen. 30 Plätze am BBZ und sogar 40 dänische Kita-Plätze für unter Dreijährige im Neubaugebiet Berender Redder im Stadtnorden - rein Zahlenmäßig katapultieren sie die Stadt auf einen Spitzenplatz.

Ausschussvorsitzender Timo Kux (CDU) konnte es sich dann auch nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass man die frohe Kunde aus der Kreisstadt zwar vernommen habe. Allerdings habe es der Hilfe von außen bedurft, die Stadt auf den rechten Weg zu bringen. Gleichwohl zeigten die von Hakanson präsentierten Zahlen, dass der Kreis - im Schulterschluss mit den Gemeinden - durch rechtzeitiges Handeln den richtigen Weg beschritten habe. So konnten Millionensummen an Fördergeldern des Bundes und des Landes gebunden werden.

Besonders schnell vergriffen waren die Mittel des Bundes, die bereits ab 2008 zur Verfügung gestellt worden waren. Auf Schleswig-Holstein entfielen 74 Millionen Euro, davon reservierten Kita-Träger im Kreis rechtzeitig knapp 5,2 Millionen Euro. Die Mittel wurden bereits zu 95 Prozent für Investitionen in die Kita-Infrastruktur abgerufen. Seit 2011 stellt auch das Land Geld für den Kita-Ausbau zur Verfügung. Von insgesamt 60 Millionen Euro sind für Projekte im Kreisgebiet knapp 4,6 Millionen Euro gebunden, nur knapp 300 000 Euro wurden noch nicht bewilligt.

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