Keine Chance für Stubenhocker

Musik, Bewegung und Reiten: Das Netzwerk  aus vier Vereinen hat seine Ferien-Angebote im Rahmen des Flensburger Kinderspaßes vorgestellt.
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Musik, Bewegung und Reiten: Das Netzwerk aus vier Vereinen hat seine Ferien-Angebote im Rahmen des Flensburger Kinderspaßes vorgestellt.

Vier Vereine bieten Kindern an, in den Sommerferien Freizeitaktivitäten wie Reiten oder Musizieren auszuprobieren

shz.de von
18. Juni 2014, 12:52 Uhr

Schulkinder sehnen sie schon herbei, und ganz so lange ist es auch nicht mehr hin: Am 14. Juli beginnen in Schleswig-Holstein die Sommerferien. Damit in den sechs Wochen der unterrichtsfreien Zeit keine Langeweile aufkommt, stellt sich rechtzeitig die neueste Attraktion in der bunten Landschaft der Flensburger Freizeitgestaltung vor: der Flensburger Kinderspaß.

Vor knapp fünf Wochen gegründet, setzt sich diese Initiative aus vier Vereinen der Stadt zusammen, die Freizeitaktivitäten für Kinder anbieten. Dazu gehören zum einen die „Kleine Malwerkstatt“ in der Friesischen Straße sowie der Budo-Club aus Friedheim. Außerdem sind die Reiterfreunde Tarup und der Musikclub Bandland Bestandteil des Flensburger Kinderspaßes.

Gemeinsam bieten sie für rund 30 Euro eine sogenannte Kombi-Hobby-Karte für Kinder an, mit der im Laufe eines Jahres sechs Freizeitangebote in den jeweiligen Vereinen ausprobiert werden können. Der Erlös des Kartenverkaufs geht vollständig an eine Flensburger Kinder-Stiftung.

„Ziel der ganzen Sache ist es, weniger einen ökonomischen Nutzen aus dem Karten-Verkauf zu ziehen, sondern vielmehr die Kinder weg von ihren PCs und Smartphones in die reale Welt zu locken und sie aktiv werden zu lassen“, bekräftigt Hubert Ambrosius, Vorsitzender der Taruper Reiterfreunde. Sein Mitstreiter Ralf Schönfeldt vom Budo-Club betont die Vielschichtigkeit des Angebots. „Wir haben uns überlegt, was Eltern wirklich wollen für ihre Kinder in der Freizeit, und daraus ein Komplett-Programm entwickelt, in dem Elemente von Natur, Kunst, Sport und Musik vorkommen. So etwas hat es bisher nicht für Kinder in der Umgebung gegeben. Wir erhoffen uns daher eine rege Nachfrage aus der Bevölkerung“, sagt der 48-Jährige.

Frank Grube, Initiator des Musikvereins Bandland am Harniskai, spricht von einem Netzwerk aus Institutionen, das ein Zeichen setzen soll gegen das Computer- und Stubenhocker-Zeitalter. Aufgrund der Tatsache, dass der Flensburger Kinderspaß erst vor knapp eineinhalb Monaten ins Leben gerufen wurde, soll als erster Schritt zunächst einmal das Konzept an die breite Öffentlichkeit getragen werden. Dazu wurden bereits zahlreiche Flyer verteilt und eine Internetpräsenz in Form einer eigenen Homepage sowie auf Facebook erstellt. Außerdem soll ein reger Austausch mit dem Flensburger Tourismus-Verband entstehen, damit auch Kinder von außerhalb der Region Zugriff auf das Angebot haben können. Die Zielgruppe umfasst Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren aus der näheren Umgebung, aber eben auch gerne von außerhalb.

Die Initiatoren hinter dem Flensburger Kinderspaß sind guter Dinge, dass sie ein gutes Konzept gefunden haben, um Kinder für Musik oder Kunst, Natur oder Sport begeistern zu können und ihnen so ein abwechslungsreiches Programm nicht nur in den Sommerferien bieten zu können.

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