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Keine Chance für Spielstraße in St. Johannis

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es ist eine typische Flensburger Altstadtstraße: eng, Kopfsteinpflaster, Gehwege, die zu schmal zum Begehen sind. Die Johannisstraße zwischen Augustastraße und Kurzer Straße, knapp 300 Meter. Diesen Abschnitt würde die SPD-Ratsfraktion gern in eine verkehrsberuhigte Zone umwandeln, weil hier viele Kinder aus dem Viertel spielen und dabei vom Autoverkehr gefährdet werden könnten. In einer verkehrsberuhigten Zone – im Volksmund Spielstraße – dürfen Autos und Fahrräder nur Schritttempo fahren.

Doch der SPD-Vorschlag wird wohl ein Wunsch bleiben. Die Umwandlung wäre nämlich nicht so einfach, wie es sich die Sozialdemokraten wünschen. Man müsse nur die entsprechenden Schilder aufstellen (Verkehrszeichen 325.1 und 325.2) und die Stellflächen markieren.

Doch Eiko Wenzel, Stellvertreter des Chefplaners im Rathaus, erinnerte die Mitglieder des Planungsausschusses daran, dass eine Spielstraße höhengleich sein muss, also keine Bordsteinkanten haben darf. Demnach müsste man die Gehwege „einebnen“, was selbst bei nur 300 Meter einen erheblichen Betrag kosten würde, an dem auch die Anlieger beteiligt werden müssten. Zudem sei der Umbau der Straße aus Gründen des Stadtbildes abzulehnen. Außerdem, so Wenzel weiter, könne man wegen der miserablen Qualität des krummen Pflasters ohnehin nur sehr langsam durch die Straße fahren. Radfahren sei so gut wie unmöglich.

Und auch dem Alternativvorschlag des WiF-Vertreters Harro Teichmann, eine Tempo-20-Zone einzurichten, erteilte Wenzel eine Abfuhr. Die müsse von der Verkehrsbehörde genehmigt werden, und damit tue sie sich erfahrungsmäßig schwer. Aus seiner Sicht – und auch aus der Sicht der Anlieger – gebe es in diesem Bereich der Altstadt keinen wirklichen Bedarf, etwas zu ändern. Dennoch beschloss der Ausschuss, die Frage einmal grundsätzlich prüfen zu lassen.

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erstellt am 28.Aug.2014 | 12:29 Uhr

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