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Flensburger Tageblatt

21. November 2017 | 01:57 Uhr

Hörup : Keine Chance für Langeweile

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Mehrgenerationenanlage in Hörup wurde eingeweiht.

Hörup | Langeweile dürfte künftig in Hörup eigentlich nicht mehr aufkommen, denn die neue Mehrgenerationenanlage bietet Jung und Alt eine Fülle von sportlichen Betätigungsmöglichkeiten. Auf einer Rallye mit vielen Aufgaben, die Anna Marsch und Peter-Lorenz Greisen für die Eröffnungsfeier ausgearbeitet hatten, konnten sich die Höruper einen Überblick über das weitläufige Gelände verschaffen. Der Wettbewerb startete am 500 Quadratmeter großen Skatepark, der von Arne Fiehl konzipiert und bereits seit September Skater aus Nah und Fern anlockt. Auf die Aufgaben konzentriert, spazierten die Kinder und Erwachsenen an den neuen Obstbäumen vorbei, den Wanderweg entlang, zählten eifrig die Anzahl der noch in der letzten Woche aufgestellten Balancier- und Turngeräte und fanden sich in der „Oase“ wieder, einer Lichtung mit zwei großen Sitzkreisen – einem Steinkreis und einer achteckigen Eichenbank.

Als Wald-Kunst könne man diesen Ort bezeichnen, meinte Hans-Herbert Tölke, der die Gesamtplanung des Areals übernahm. Drei Rotbuchen seien extra freigelegt worden. „Diese dominanten Bäume werden der Lichtung später ein Laubdach geben“, erläuterte er und machte auf Waldmeister, Lerchensporn, wilde Erdbeeren und Blaubeeren aufmerksam, mit denen die Säume der Lichtung „geimpft“ wurden. Der Abschluss der Rallye führte über zwei Boule-Bahnen direkt zum Sportlerheim und zur neuen Multifunktionsarena,die für etliche Ballsportarten geeignet ist. Zur Eröffnung fühlten sich die Kinder jedoch inmitten zahlreicher neuer Spielgeräte eher wie im Spieleparadies.

„Das wird ein Magnet für die Bewohner werden“, stellte Burkhard Gerling, Vorsitzender der Aktivregion „Mitte des Nordens“ bei der offiziellen Einweihung fest. Für das rund 200  000 Euro teure Projekt habe man 91  000 Euro EU-Fördermittel erhalten, nicht zuletzt, weil man hier ein Musterbeispiel ehrenamtlicher Beteiligung der Bevölkerung vorgefunden habe. „Außerdem wurde hier ein zusätzlicher Arbeitsplatz geschaffen, das ist selten“, sagte er mit Blick auf Michael Tobiesen, der als Halbtagskraft die gesamte Sport- und Freizeitanlage in Schuss hält.

Nachhaltigkeit sei wichtig, damit alles, was jetzt mit viel Engagement auf die Beine gestellt wurde, auch erhalten bleibe, bestätigte Bürgermeisterin Karin Carstensen, deshalb freue sie sich, jemanden eingestellt zu haben, der sich mit diesem Objekt identifiziere. „Um unsere Dörfer zukunftsfähig zu machen, bedarf es immer wieder innovativer Ideen, um Zentren für soziales Leben zu fördern und zu gestalten“, sagte Carstensen. Auf das, was 2014 mit einer Idee begann, sich unter dem Motto „Ein Dorf in Bewegung“ zum großen Projekt gemausert habe und nun zum erfolgreichen Abschluss gebracht wurde, könnten alle Beteiligten stolz sein.

Die Freiwillige Feuerwehr nutzte die Gelegenheit, um am Nachmittag bei einem simulierten Feuer im Sportlerheim zu demonstrieren, dass mit dem neuen Feuerwehrauto endlich auch ein Schnellangriff möglich ist.

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