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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 20:20 Uhr

Steinberg : Kein Tempo 30 in Steinbergholz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Patt bei Abstimmung: Gemeindevertreter lehnen Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung ab. Bürger fordern Versammlung zum Thema Windkraft.

Die Steinberger Gemeindevertreter befassten sich in ihrer jüngsten Sitzung mit einem Antrag der „Aktiven Bürger Steinberg“ (ABS), die Durchgangsstraße Steinbergholz-Norgaardholz im Interesse der Anwohner als Tempo-30-Zone auszuweisen – eine Idee, die nicht bei allen Gemeindevertretern auf Gegenliebe stieß. Schließlich sei die in Frage kommende Strecke 2,2 Kilometer lang und eine Durchgangsstraße. Eine derartige Geschwindigkeitsbegrenzung vermittle lediglich eine trügerische Sicherheit.

Das sah Andreas Große (ABS) anders. Nachteile konnte er nicht erkennen. „Eine Tempo-30-Zone steht der Gemeinde als anerkannter Erholungsort gut zu Gesicht“, befand Große. Bei der Abstimmung gab es jeweils vier Ja- und Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen, womit der Antrag abgelehnt war. In diesem Zusammenhang wies Dirk Petersen vom Ordnungsamt des Amtes Geltinger Bucht darauf hin, dass jeder Bürger die Möglichkeit habe, beim Kreis einen solchen Antrag zu stellen.

Sodann ging es um Empfehlungen des Bau- und Wegeausschusses, der nach den Worten des Bürgermeisters Gerhard Geißler (Wählergemeinschaft Steinberg/WGStb) einige Tage zuvor in der alten Schule von Norgaardholz unter „abenteuerlichen“ Bedingungen getagt hatte. Der Strom war ausgefallen. Nach einer Stunde stand die Ursache fest: Ein Schwan hatte „Bekanntschaft“ mit der Stromleitung gemacht und die Versorgung lahm gelegt. Besagter Ausschuss hatte sich mit der Sanierung der Oberflächenentwässerung bei Boock an der Kösterstraße und der Sanierung des Verbindungsweges zur Straße Steinberggaard befasst. In dieser Angelegenheit entspann sich ein Disput, bei dem Andreas Große dafür plädierte, die doch recht komplizierte Angelegenheit zurückzustellen, weil es noch offene Fragen gebe. So geschah es – der Bau- und Wegeausschuss wird sich erneut mit dieser Thematik befassen.

Für das Räumen von Gräben und Banketten ist in der Gemeinde für dieses Jahr ein Betrag zwischen 3000 und 5000 Euro eingeplant. Dazu der Bürgermeister: „Mal sehen, wie weit wir damit kommen.“ Und schließlich ging es auch noch um die Erneuerung von Fenstern in der alten Norgaardholzer Schule. Vorgesehen sind dafür im Haushalt 7000 Euro. Nun sollen Angebote eingeholt werden. Der günstigste Bieter, so die Entscheidung bei acht Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen, soll den Auftrag erhalten.

In Sachen Windkraftanlagen plädierten während der Einwohnerfragestunde einige Bürger für eine Diskussion auf kommunaler Ebene und begründeten dies damit, dass das Thema Energie von großer Relevanz sei. Man habe einen unabhängigen Ingenieur „an der Hand“, der auf dem Gebiet der Energiewirtschafts-Fragen kompetent sei. „Man muss sich schlau machen“, ergänzte ein Bürger. Eine Einwohnerversammlung sei dafür gut geeignet. „Wenn das Thema auf uns zukommt, werden wir es behandeln“, stellte Bürgermeister Gerhard Geißler in Aussicht.

Ein anderer Bürger monierte, dass die Einladung für die Sitzung der Gemeindevertretung nicht im Bekanntmachungskasten der Gemeinde ausgehängt worden sei. Dazu Geißler: „Ich habe sie selbst ausgehängt.“ Zudem hielt der Einwohner die Entscheidungen der Gemeindevertretung für nicht transparent genug, und der Zustand von Straßen lasse zu wünschen übrig. Der Bürgermeister wertete diese Äußerungen als allgemeinen Rundumschlag und schloss kurzerhand die Einwohnerfragestunde.

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