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Unfall in Mürwik : Kein Strom in Flensburg: Autos prallen nach Ampelausfall zusammen

vom

Von dem Ausfall waren Mürwik, Engelsby und Tarup betroffen. Grund für die Panne dürfte ein Stromausfall sein.

Flensburg | Gegen 13 Uhr ist am Dienstag in Teilen Flensburgs die Stromversorgung ausgefallen. Das bestätigte Peer Holdensen, Sprecher der Flensburger Stadtwerke, auf Anfrage von shz.de. Betroffen waren die Stadtteile Mürwik, Engelsby und Tarup. Da auch die Ampeln aufgrund der unterbrochenen Stromversorgung ihren Dienst versagten, kam es in Mürwik zu einem Unfall mit drei Verletzten.

Die Fahrerin des Renault übersah den Focus.

Die Fahrerin des Renault übersah den Focus.

Foto: Sebastian Iwersen
 

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war eine Frau gegen 13.30 Uhr mit ihrem Ford Focus auf der vorfahrtberechtigten Osterallee in Richtung B199 unterwegs. An der Kreuzung Schottweg / Friedheim / Osterallee war die Ampelanlage außer Betrieb. Eine in Richtung Twedter Plack fahrende Renault-Fahrerin übersah offenbar den Ford – und prallte mit diesem zusammen. Der Renault wurde daraufhin nach rechts geschleudert, prallte gegen eine Litfaßsäule und stürzte auf die Beifahrerseite, während der Ford schwer beschädigt am Fahrbahnrand stehen blieb.

Unfallzeugen kümmerten sich um die beiden Fahrerinnen sowie ein Kind, das ebenfalls in dem Renault gesessen hatte. Durch insgesamt drei alarmierte Rettungswagen wurden die Verletzten versorgt und anschließend mit leichten Verletzungen in die Notaufnahme eingeliefert. Die beiden total beschädigten Wagen mussten abgeschleppt werden.

Stromversorgung nach anderthalb Stunden teilweise wiederhergestellt

In Tarup und Engelsby konnte die Stromversorgung nach etwa 1,5 Stunden wieder hergestellt werden. „Da dies nur Schritt für Schritt umgesetzt werden kann, um die Leitungen nicht zu überlasten, benötigt die Wiederherstellung der Stromversorgung eines gesamten Stadtteils etwas Zeit und es erhalten nicht alle Häuser gleichzeitig wieder Strom“, so Holdensen.

In Mürwik war die Stromversorgung gegen 15 Uhr noch nicht dauerhaft wieder in allen Haushalten in Betrieb. Der Grund: Die Stadtwerke-Techniker hatten den Fehler noch nicht mit letzter Sicherheit identifizieren können.  Das Ursache liege aber mit hoher Wahrscheinlichkeit im Stadtteil Mürwik in der Mittelspannungsstation in Solitüde. „Hier kam es wahrscheinlich zu einem Kurzschluss“, so Holdensen.

Viele Flensburger dürften sich noch an den Stromausfall vor knapp zwei Jahren erinnern - denn der Grund war ungewöhnlich. Damals legte eine Möwe das gesamte Netz lahm. Das Tier hatte mit seiner großen Flügelspannweite zwischen zwei Leitungen für einen Kurzschluss am zentralen Stromverteiler gesorgt. Es überlebte den Schlag nicht.

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erstellt am 06.Jun.2017 | 13:46 Uhr

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