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Kronsgaard : Kein Straßenausbau – kein Breitband

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein leidiges Thema für die Gemeinde: Kronsgaard wartet weiter auf Entscheidung für Erweiterung der K 111. Dadurch ist auch das Verlegen von Glasfaserkabeln blockiert.

„Es tut sich nichts, wir müssen weiter warten“, bedauerte in der Jahresabschlusssitzung der Gemeindevertretung Kronsgaards Bürgermeister Hans-Walter Jens und ging damit auf den Nicht-Ausbau der Kreisstraße 111 mit Rad- und Gehweg ein. Für die Gemeinde ist das ein leidiges Thema, das sich seit Jahren wie ein roter Faden durch die Sitzungen zieht. Stand der Dinge sei nach wie vor, dass ein Landwirt aus Hasselberg mit Ländereien in Kronsgaard kein Land für den Straßenausbau abgeben wolle. Der hatte, wie berichtet, eine Klage vor dem Verwaltungsgericht angestrengt, die jedoch abgewiesen wurde. Daraufhin legte der Landwirt Rechtsmittel ein. Nun geht der Fall zur Überprüfung an das Oberverwaltungsgericht. Die Entscheidung, so Jens, müsse abgewartet werden, und das bedeute, sich weiterhin in Geduld üben zu müssen. Das sei umso bedauerlicher, weil von dem Ausbau die weitere Entwicklung der Gemeinde abhängt – sprich Breitbandversorgung und auch das Verlegen von Erdgasleitungen.

Vor dem Einstieg in die Tagesordnung fand eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Landhaus Ostseeblick“ statt. Dabei geht es um die Erweiterung des im Landschaftsschutzgebiet liegenden Betriebes, erläuterte Planerin Camilla Grätsch. Laut Tagesordnung hätte es, bevor der Bebauungsplan aufgestellt werden kann, um die Änderung des Flächennutzungsplanes – Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss – gehen sollen. Da jedoch einige Details noch nicht geklärt sind, soll dieser Punkt erst in der nächsten Sitzung behandelt werden.

Für das Aufstellen eines „Schlafstrandkorbs“ sei laut Touristikverein Geltinger Bucht der Strand von Kronsgaard prädestiniert, berichtete der Bürgermeister. Dies bedürfe aber einer Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde, so Jens weiter. Zuvor solle sich der Amtsausschuss des Themas annehmen.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Gerd Aloe, zugleich einer von zwei Geschäftsführern des im Sommer gegründeten Breitbandzweckverbandes Angeln, informierte darüber, dass man im Zeitplan sei. Wenn alles so klappe wie geplant, könne die Devise „Glasfaser bis in jedes Haus“ 2018 Realität werden.

In einem dem Bürgermeister vorliegenden Antrag geht es darum, das Reiten am Strand zwischen 1. Juni und 15. September bis morgens 7 Uhr zu erlauben. „Das müssen wir thematisieren“, so Jens.

Der von Amtskämmerer Hauke Scharf vorgelegte Haushaltsplan für 2017 fand reihum Zustimmung. Bei Erträgen von 423  400 und Aufwendungen von 415  300 Euro im Ergebnisplan ergibt sich ein Jahresüberschuss von 8100 Euro – auf der Basis von gleichbleibenden Steuerhebesätzen: jeweils 260 Prozent für die Grundsteuern A und B sowie 310 Prozent für die Gewerbesteuer. Mit diesem Überschuss stehe die Gemeinde Kronsgaard im Vergleich zu anderen Gemeinden im Amtsbereich recht gut da. Was sich für den Haushalt positiv auswirke, so Scharf, seien die Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer, die mit knapp 50  000 Euro in Gänze bei der Gemeinde verbleiben.

Als neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz Ostsee machte sich Hans-Walter Jens für einen Schulterschluss aller Wasser- und Bodenverbände zwischen Travemünde und Glücksburg stark und will auch das Land mit ins Boot holen, denn: „Küstenschutz geht alle an und daran wollen wir arbeiten.“

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