Kommunalwahl 2018 : Kein Kandidat gefunden: AfD verzichtet auf Flensburg

Frank Hansen, Kreisvorsitzender aus Langballig.
Frank Hansen, AfD-Kreisvorsitzender aus Langballig, beantwortete Fragen zur Kommunalwahl.

Die Partei findet keine Kandidaten in der Stadt, die sich trauen, „offen für ihre Meinung einzustehen, da sie Repressionen befürchten“.

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11. Januar 2018, 06:03 Uhr

Im Frühjahr wird eine neue Ratsversammlung gewählt. In einer Serie stellt das Flensburger Tageblatt vor, wie weit die Parteien mit den Vorbereitungen sind, nennt thematische Schwerpunkte und stellt – sofern benannt – die Kandidaten für die Wahl vor. Heute: die AfD.

Hat Ihre Partei bereits komplett oder in Teilen die Wahlkreisdirektkandidaten für die Kommunalwahl aufgestellt? Wie ist der Zeitplan für die Aufstellung?
Nein, trotz des Einzuges in den Schleswig-Holsteinischen Landtag und des Erfolges zur Bundestagswahl müssen wir konstatieren, dass sich knapp 30 Jahre nach dem Mauerfall und dem Untergang der DDR in Flensburg ein politisches Klima verfestigt hat, welches dazu führt, dass Bürger sich nicht trauen, offen für ihre Meinung einzustehen, da sie Repressionen befürchten.

Natürlich stehen wir weiter hinter dem Ziel, einen Flensburger Stadtverband der AfD zu gründen und zukünftig aktiv gestalterisch an der Ratspolitik mitzumischen. Aufgeschoben ist nicht gleich aufgehoben. In fünf weiteren Jahren kann viel passieren. Unser Ziel ist es, unseren Aufbau weiter voranzutreiben

Nennen Sie drei zentrale Ziele Ihrer Partei, mit der Sie auf jeden Fall in den Wahlkampf gehen werden und in den Flensburger Rat einziehen wollen.
In der derzeitigen Situation jetzt hier konkrete Angaben zu machen, wäre Augenwischerei.

Mit welchem Spitzenkandidaten wollen Sie in den Wahlkampf ziehen?
Aus den geschilderten Gründen haben wir keinen Spitzenkandidaten, wir behalten uns aber vor, eine Wahlempfehlung für antretende Parteien und Wählerinitiativen zu geben.

Sollte Ihre Partei die größte Ratsfraktion stellen: wer würde dann Stadtpräsident oder Stadtpräsidentin?
Mit der derzeitigen Stadtpräsidentin haben die Flensburger Bürgerinnen und Bürger eine beeindruckende Person, die offen und ohne Vorbehalt gegenüber allen politischen Kräften auftritt. Swetlana Krätzschmar wäre nicht unsere, sie ist unsere Frau.

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