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Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 23:56 Uhr

Wanderup : Kein Andresen wie der andere

vom

190 Namensvetter trafen sich am Wochenende in Wanderup. Familienzusammenkunft ist seit 1954 Tradition.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 07:25 Uhr

Wanderup | "Herr Andresen wird am Telefon verlangt!" Diese Worte der Wirtin im Wanderuper Westerkrug, am Sonnabend hineingerufen in den großen Saal, sorgen für erhebliche Heiterkeit. Alle beginnen laut zu lachen, viele rufen vergnügt: "Welchen denn?". An diesem Tage nämlich sitzen zig Varianten von "Herr Andresen" in der Gaststätte - denn wieder einmal ist das große Sippentreffen der Andresens angesagt. Insgesamt 190 Namensvetter oder zumindest Angeheiratete, ob Frau oder Mann, jung oder alt, sind gekommen.

Die älteste Teilnehmerin heißt Alline Pollack. Sie ist 90. Wiederum werden bei dem Treffen auch viele ganz kleine Andresens durch die Gegend getragen.

Der 84-jährige Klaus Andresen und seine 29-jährige Enkelin Sylvia Carstens aus Wanderup haben das diesjährige Treffen organisiert. Alle fünf Jahre findet das Sippenfest als großes Familientreffen statt. Die Teilnehmer kommen aus der näheren Umgebung oder aus der Region, aber auch aus anderen Ländern, etwa aus Dänemark oder den USA. Viele von ihnen bringen das Treffen mit eines Tagesausflugs hinter sich, einige müssen bei Verwandten oder im Hotel schlafen.

Schon seit 1954 gibt es das Treffen der Andresens. Am Wochenende fand es allerdings erst zum neunten Mal statt: Denn solch ein großes Ereignis will gut geplant sein, und einige Male fiel es bereits aus, etwa weil die Organisatoren erkrankten.

Die Vorbereitung ist äußerst arbeitsintensiv, wenn weit mehr als 250 Andresens kontaktiert werden müssen, das wissen Klaus Andresen und seine Enkelin nur allzu gut. Beide waren bei der diesjährigen Ausgabe froh über die vielen Anmeldungen, und erleichtert, als letztendlich Kaffee und Kuchen auf dem Tisch standen, ein abwechslungsreiches Programm verfolgt werden konnte. Besonders groß war das Interesse wie bei jedem Treffen an der Bildertafel, die einen guten Überblick über alle Familienmitglieder gibt.

Walter (74) und Albert (65) Andresen waren am Sonnabend diejenigen, die mit ihrer Familie aus New Jersey (USA) anreisten. Die beiden Brüder sind 1957 aus Satrup mit ihren Eltern in die neue Welt aufgebrochen. Alle in der Familie waren Maurer, so dass sie sich selbstständig machten im Bauwesen. Heute ist Walter Andresen im "glücklichen Ruhestand", wie er sagt, , spricht noch richtig gut Deutsch - am liebsten Plattdeutsch. Nun hatte er mit seiner Familie einen 15-tägigen Deutschlandtrip gebucht - mit Hauptziel Wanderup. Mit dabei hat er seine Tochter und auch ein Enkelkind, die diese "Reise zu den Wurzeln" von ihm geschenkt bekamen. Walter Andresen betont: "Wir freuen uns, dass wir alle Verwandten und die alte Heimat einmal wieder sehen."

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