Kauslund: SPD und WiF gegen Stadt

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29. August 2009, 03:59 Uhr

Flensburg | WiF und SPD sind gegen die Idee der Stadtplanung, im Wohngebiet Kauslund-Osterfeld eine bislang frei gehaltene Fläche für den Gemeinbedarf als Bauland für ein Wohnhaus umzuwidmen. "Auch wenn es nach Ansicht der Verwaltung zur Zeit keinen Bedarf für einen Kindergarten oder andere soziale Zwecke gibt, sollte man diese Option nicht leichtsinnig verschenken", meint SPD-Fraktionschef Helmut Trost. Das "kurzfristige Interesse an Verkaufserlösen" dürfe nicht dazu führen, dass die Möglichkeit beseitigt wird, hier eine angemessene soziale Infrastruktur zu schaffen, so Trost.

Die notwendige Änderung des Bebauungsplans steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Umwelt- und Planungsausschusses. Das hat auch die WiF auf den Plan gerufen. Sie wendet sich vor allem dagegen, bei dieser Änderung auf eine frühzeitige Bürgerbeteiligung in Form einer öffentlichen Bürgerversammlung zu verzichten, wie es die Planung vorsieht. "Wird von einer geplanten gemeinbedarfsorientierten Bebauung abgewichen, fordert die WiF eine Bürgerbeteiligung", heißt es in einer Mitteilung von gestern.

Die WiF vertritt die Auffassung, "dass es den Bürgern im Ortsteil Kauslund-Osterfeld an einer Begegnungsstätte fehlt. Deshalb sollte entweder ein Bebauungsplan aufgestellt oder wenigstens eine Bürgerversammlung einberufen werden, um das Grundstück Christine-Christian sen-Straße 1 einer vernünftigen Nutzung zuzuführen."

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