FSTuG : Karrierewege mit einer langen Tradition

In der Fachschule für Technik und Gestaltung lernen die Studierenden praxisorientiert und anwendungsbezogen.
In der Fachschule für Technik und Gestaltung lernen die Studierenden praxisorientiert und anwendungsbezogen.

Eine Serie stellt zum 125. Jubiläum die Bildungsgänge der Fachschule für Technik und Gestaltung vor.

shz.de von
15. Juli 2015, 18:46 Uhr

Flensburg | Vor 125 Jahren wurde die Werkkunstschule Flensburg vom Möbeltischler und Bildschnitzer Heinrich Sauermann gegründet. Heute ist sie als Fachschule für Technik und Gestaltung bekannt. Zum Jubiläum stellt das Tageblatt in einer Serie die Bildungsgänge der Einrichtung vor.

Anwendungsbezogen, praxisorientiert und in Erfahrung lernen: Seit 125 Jahren werden Fachkräfte an der Fachschule für Technik und Gestaltung (FSTuG) und der Berufsfachschule Holzbildhauerei (BFBi) – beide ehemals Werkkunstschule – in Flensburg ausgebildet.

In der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten, im Beruf weiterzukommen. Nach dem Abitur und Studium als Bachelor oder Master oder nach der Mittleren Reife, einer Erstausbildung und Aufstiegsfortbildung, als Meister (Handwerk HWK oder Industrie IHK) oder als Staatlich geprüfter Techniker bzw. Staatlich geprüfter Gestalter an Fachschulen. Beide Wege, der akademische und der berufliche sind nicht nur zeitlich, sondern auch im Abschluss gleichwertig (DQR Stufe 6), in ihrer Art und Weise jedoch sehr unterschiedlich. Während das Studium als Karriereweg bekannt ist, wird die Möglichkeit über die Berufliche Bildung als Selbstständiger oder in Führungsposition erfolgreich zu sein, weniger wahrgenommen und eher als „zweite Wahl“ gesehen.

Wie attraktiv jedoch beispielsweise eine Aufstiegsfortbildung an der Fachschule für Technik und Gestaltung, Flensburg sein kann und welche Möglichkeiten sich anschließend bieten, soll die Serie über die Bildungsgänge an der FSTuG zeigen. Mit den Erfahrungsberichten von ehemaligen Studierenden werden die Profile der sieben Fachrichtungen beschrieben. „Für mich ist die FSTuG ein wunderbares Sprungbrett für meine Arbeitslaufbahn“, schreibt ein Ehemaliger anlässlich des Jubiläums.

Ob im Handwerk, in der Industrie oder als Selbstständiger, die Weiterbildung bereitet schon während der Schulzeit mit praxisrelevanten Aufgaben und Projekten, in Kooperation mit Unternehmen, Instituten und durch Teilnahmen an Wettbewerben, konkret auf die spätere Arbeitsweise vor. In der Schule wird gemeinsam gearbeitet, die Studierenden werden individuell betreut und ihre vorhandenen Kompetenzen berücksichtigt und eingebunden. Dies wird auch an den Info-Tagen, die jährlich am letzten Januarwochenende stattfinden, demonstriert.

Eine weiterer „Schatz“ an Ausbildungsmöglichkeit des RBZ Eckener-Schule bietet die Berufsfachschule Holzbildhauerei. Sieben Berufsfachschulen in Deutschland, bieten eine schulische Berufsausbildung zum Holzbildhauer an – ein dreijähriger Lehrberuf mit schulischer Prüfung und Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Praxisbezogene Aufgabenstellungen, interne und externe Projekte mit Partnern sowie Wettbewerbe sind Bestandteil der Ausbildung. Durch die Unterstützung der Heinrich-Sauermann-Stiftung kann jährlich ein Wettbewerb des dritten Lehrjahres sogar mit Preisgeldern ausgeschrieben werden.

Es ist erfreulich, welche qualifizierten jungen Fachleute jährlich am Standort Schützenkuhle ausgebildet werden.


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