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Flensburger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 02:12 Uhr

Kapitänsweg runderneuert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für 23 000 Euro wurden die 14 Info-Tafeln auf beiden Seiten des Hafens vollständig neu gesetzt, gedruckt und hergestellt

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2015 | 10:21 Uhr

Die Erneuerung war überfällig: Die Tafeln waren verblichen, unansehnlich, zum Teil kaum noch leserlich – auf jeden Fall keine Aushängeschilder für den Tourismus-Standort Flensburg. Der Kapitänsweg drohte zu verkommen. Immerhin hatten die Infotafeln 12 Jahre auf dem Buckel, als Thomas Overdick, Leiter des Schifffahrtsmuseum, den dringenden Handlungsbedarf erkannte.

Drei Jahre hat es gedauert, jetzt ist er fertig, der runderneuerte, aufgewertete Kapitänsweg – Flensburgs beliebtester Stadtrundgang, so Overdick. Über fünf Kilometer lenkt er die Besucher einmal rund um den Hafen und folgt dabei einem möglichen Weg eines Flensburger Kapitäns im 19. Jahrhundert, nachdem dieser mit seinem Segelschiff von einer längeren Westindien-Reise zurückgekehrt ist und nun allerhand im Heimathafen zu erledigen hat. „Man sieht sowohl das bekannte maritime Flensburg als auch die Geheimtipps“, sagt Overdick. Der Kapitän besucht das Schiffergelag, wo er sich mit anderen Kapitänen austauscht, er bemüht sich um eine neue Fracht, doch er braucht womöglich auch Ballast, und den findet er an der Ballastbürcke. Schließlich geht er durch die Gänge des Kapitänsviertels am östlichen Fördehang zu seinem Wohnhaus, wo die Kapitänsfrau und die Kapitänskinder auf ihn warten.

„Der Kapitänsweg zeigt, wie eng die Stadtgeschichte mit der maritimen Geschichte Flensburgs verflochten ist“, erläutert der Museumschef. Großformatige, historische Fotos vom alten Flensburger Hafen und vielen Gebäuden sollen zunächst das Interesse der Besucher wecken. Dazu kommt ein allgemeiner Text zum Kapitänsweg und ein längerer zur jeweiligen Station. Die Tafeln sind auf Deutsch und auf der Rückseite komplett auf Dänisch gehalten.

Neu ist der Barcode unten rechts in der Ecke, der das Projekt entscheidend erweitert. Smartphone-Besitzer können diesen scannen und gelangen so auf eine Seite - Internet-Verbindung vorausgesetzt – mit gut lesbaren Texten für Sehbehinderte und Hörversionen der Texte. Hingewiesen wird auch auf nahe gelegene Bushaltestellen, zudem gibt es die Möglichkeiten, Videos, Bilder und weitere Audio-Angebote bereit zu stellen. Zuständig für das Internet-Programm des Kapitänswegs ist Hans Protschka mit seinem öffentlich geförderten Projekt „k.now“.

Die Firma Printline hat die neuen Tafeln hergestellt und dabei vor allem auf Haltbarkeit geachtet; die Tafeln aus Aludibond haben eine spezielle Anti-Graffitti-Schutzfolie, Texte und Bilder wurden per Tintenstrahldruck aufgetragen, die Tinte ist UV-sicher und soll lange sichtbar bleiben.

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