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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 12:25 Uhr

Kantorei überzeugt mit Buxtehude-Kantate

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 14:53 Uhr

Mit mehreren Höhepunkten warteten die Sänger und Musiker des Weihnachtskonzertes im Glücksburger Schloss auf. Die junge Sopranistin Christiane Locklair verzauberte im vollbesetzten weißen Saal mit ihrer unverfälschten und klaren Stimme beim „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Panis Angelicus“ von César Frank. Beim „Ave verum Corpus“ (Mozart) unterstützte die Glücksburgerin sicher und ohne störende Dominanz den Sopran der Glücksburger Kantorei. Das Kammerorchester Scheersberg begleitete die wechselnden Solisten und den Chor. Die musikalische Leitung hatte wieder Manfred Plath inne.

Der Rostocker Pianist und Dozent Rico Gatzke stellte sich mit dem Klavierkonzert in D-Dur von Joseph Haydn in Glücksburg vor und sorgte damit für einen weiteren Höhepunkt. Beim „Vivace“ dann bewies er schwungvoll seine große Virtuosität, die er für das „Rondo all Ungherese“ noch steigerte. Im Gegensatz dazu der getragene zweite Satz, das Adagio, bei dem er mit viel Gefühl dem Flügel zarte Klänge entlocken konnte. Frenetisch klatschte das Publikum Beifall. Bevor Gatzke sich an den Flügel hatte setzen dürfen, sprach Martin Schneider, Bassist des Orchesters, mit ihm. Schneider führte mit großer Fachkenntnis durchs Programm.

Die Solisten Doris Böhm und Detlef Krull brillierten mit ihrem Violinenspiel beim „Andante Larghetto“ des Weihnachtskonzerts Nr. 3 von Georg Friedrich Händel. Die Brillanz steigerten sie noch beim „Concerto Grosso“ in D-Dur von Arcangelo Corelli. Grundlegend unterstützt wurden sie von Anja Krueger (Cello) und Dorle Schneider (Spinett).

Die Zuhörer selbst ließen den ersten Teil mit „Tochter Zion“ ausklingen. Die Pause füllten Susanne Schramme, Matthias Günther (Trompeten), Anke Schmüser, Heinke Carstens (Waldhörner) und Kalle Carstens (Tuba) vom Glücksburger Posaunenchor mit weihnachtlichen Klängen.

Den krönenden Abschluss lieferte die Glücksburger Kantorei mit der 20-minütigen Weihnachtskantate „Das neugebor’ne Kindelein“ von Dietrich Buxtehude. Komplizierte Läufe und polyphone Versetzungen in den einzelnen Stimmen trugen die Sängerinnen und Sänger überzeugend vor. Mit anhaltendem Beifall forderte das Publikum nach einer Zugabe, die der Chor mit „Ave verum Corpus“ gerne gab.

Der Erlös des Konzerts wird in die Beseitigung von Sturmschäden fließen. Joachim Rohr, Vorsitzender des ausrichtenden Freundeskreises Schloss Glücksburg, verpflichtete am Ende den musikalischen Leiter Manfred Plath erneut für 2014.

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