Kampfansage den Fetten im Kanalnetz

 Saubermänner: Rainer Tischer (Firma Laminex), Jochen Schmidt und Jens Eggers von der Entwässerung des TBZ gehen gegen Speisefette in der Kanalisation vor. Foto: Borm
Saubermänner: Rainer Tischer (Firma Laminex), Jochen Schmidt und Jens Eggers von der Entwässerung des TBZ gehen gegen Speisefette in der Kanalisation vor. Foto: Borm

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09. Februar 2009, 05:59 Uhr

Flensburg | Von zehn Millionen Kubikmetern an Schmutz, Regen und Abwassermengen, die im Flensburger Klärwerk aus Stadt und Umgebung anfallen, zählen auch einige Tonnen im Jahr zu gewerblichen und industriellen Fetten aus Gastronomie und Gewerbe. Diese Fette können erhebliche langfristige Schäden im Kanalnetz und in den Reinigungsanlagen verursachen.

Jeder Haushalt leitet fast 120 Liter pro Tag an Abwasser in das Kanalnetz ein, die Industrie deutlich mehr pro Betrieb. Nicht nur eine Geruchsbelästigung tritt auf, sondern Fette verkleben die Anlagen und beschädigen Beton und andere Baustoffen. Selbst die hochmoderne fünfstufige Kläranlage hat mit diesen Stoffen Probleme. Daher werden Privathaushalte angehalten, dies bei der Entsorgung von Speisefetten zu bedenken; die erforderlichen Fettabscheider der Unternehmen werden regelmäßig gereinigt und gewartet.

Zusätzlich hat die Firma Laminex aus Oldenburg jetzt ein spezielles Reinigungsmittel zur Vorklärung beim Kunden im Betrieb in Flensburg erprobt - mit Erfolg: Die Fette aus der Speisenzubereitung kommen deutlich reduziert in die notwendigen Fettabscheideanlagen und verursachen weniger Restmaterial, sind leichter zu beseitigen und verringern dadurch die Entsorgungskosten.

Der Hochleistungsreiniger bindet die Restfette, ändert die Konsistenz und das Mengenaufkommen. Somit verspricht er eine günstigere Reinigung und mindert die Belastung im Abwassernetz. Auch die Aufbereitung im Klärwerk wird durch die Vorbehandlung vereinfacht.

Denn die Restfette, die 60 000 Kubikmeter ausmachen, werden im Klärwerk ebenfalls aufbereitet. Durch die moderne Kläranlage am Ostufer der Förde, die seit 1995 mit Schlammbettreaktoren und einer zweistufigen Filtration modernisiert wurde und in der ein riesiges Speicherbecken in Betrieb geht, erreicht die Stadt einen hohen Reinigungsgrad mit optimalen Werten.

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