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Gefahrenpunkte in Flensburg : Kampf gegen das Nadelöhr Glücksburger Straße

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt reagiert auf Proteste und Hinweise von Eltern und Politik.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 11:00 Uhr

Flensburg | Es ist gut zwei Jahre her, dass das Tageblatt in einer kleinen Reihe zum Jahreswechsel auf „Unterschätzte Gefahrenpunkte“ in der Stadt aufmerksam machte. Neben der Fußgängerzonenquerung über die Rathausstraße und der Zob-Kreuzung nahm die Redaktion auch den Zebrastreifen nahe Sky an der Waldstraße und den zeitweise extrem engen Bürgersteig an und oberhalb der Hohlwegschule an der Glücksburger Straße ins Visier.

Die kleine Serie blieb nicht ohne Wirkung: Die Waldstraße vor dem Sky-Markt können Fußgänger mittlerweile sicher mit Ampel queren – und auch an der Glücksburger Straße ist endlich Bewegung. Die SPD-Ratsfraktion hat sich schon im alten Jahr des Bürgersteigs angenommen, der Schulweg für viele Sechs- bis Zehnjährige aus dem östlichen Jürgensby rund um die Glücksburger Straße bis über den Adelbyer Kirchenweg hinaus ist.

Der Bildungsausschussvorsitzende Jochen Haut, bürgerschaftliches Mitglied Bettina Hub und SPD-Fraktionschef Helmut Trost hatten bereits einen Ortstermin mit Betroffenen, Schulleitung und Elternvertretern: „In unserer Anfrage hatten wir gefordert, angesichts des gegenwärtigen Zustandes mittelfristig eine Umgestaltung und Sanierung des gesamten Straßenzuges anzugehen“, berichtet Trost. „Viele Eltern haben ihren Kindern ein Glücksburger-Straße-Benutzungsverbot in diesem Bereich erteilt und schicken die Kinder einen Umweg über Adelbykamp, Adelbyer Straße und Schulgang zur Schule“, so ein Vater. Dazu teilte die Verwaltung allerdings mit, dass sowohl mittel- als auch langfristig keine städtebaulichen Planungen zur Umgestaltung oder Grundsanierung der Straße bestünden. Eine gutachterliche Stellungnahme der Firma SHP Ingenieure vom Dezember. Die Vorschläge würden derzeit von den städtischen Verkehrsplanern in der Verkehrsbehörde geprüft. Im Einzelnen geht es dabei um die Verengung der Fahrbahn auf 3,50 Meter und die gleichzeitige Erweiterung des Gehwegs um gut einen halben Meter durch farbliche Markierung und LED-Marker: „Unstrittig ist, dass der bestehende südliche Gehweg zu schmal ist, da abschnittsweise das Nebeneinandergehen sowie das Begegnen von zwei Personen nicht möglich ist“, so die Gutachter. Außerdem könnte die Straße mit „Tempo 30“ und/oder dem Schild „Kinder/Schule“ markiert werden.

Die Stadt scheint die Ängste der Eltern ernstzunehmen: Mit einer dynamischen Geschwindigkeitsanzeige ist die erste Maßnahme schon umgesetzt.

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