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Gewerbegebiet "Krokamp" : Kalksteinwerk in Oeversee dem Erdboden gleichgemacht

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Industrieruine wurde Stück für Stück abgetragen. Jetzt soll Gewerbefläche entstehen.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 07:27 Uhr

Oeversee | Wochenlang gingen schwere Abbruchmaschinen zu Werke, um das traditionelle Kalksandsteinwerk im Oeverseer Gewerbegebiet "Krokamp" dem Erdboden gleich zu machen. Inzwischen ist davon nichts mehr übrig geblieben.

Nach 40 Produktionsjahren war das Werk in Oeversee im Jahr 2000 geschlossen worden und verfiel danach immer mehr. Weil das rund fünf Hektar große Gelände zuletzt von einer hiesigen Speditionsfirma erworben wurde, rückten nun die schweren Abbruchbagger an und begannen, die Industrieruine Stück für Stück abzubrechen. Viel Arbeit bereitete vor allem das Entfernen der teils metertiefen Betonfundamente der hohen Gebäudeteile.

"Wir werden das Grundstück im Bebauungsplan von einer Industriefläche in eine Gewerbefläche umwandeln und hoffen so auf eine für die Gemeinde gute Verwertung des Geländes", sagte auf Nachfrage Bürgermeister Hans-Heinrich Jensen-Hansen. Der auf dem Abbruchgrundstück verbliebene blaue Turm beinhalte eine moderne Telekommunikations-Funkanlage und müsse stehen bleiben, so der Bürgermeister weiter.

Die Kalksandsteinproduktion wurde bereits vor gut 100 Jahren, im Jahre 1912, in Flensburg aufgenommen und im Jahre 1948 - nach einer kapitalintensiven Modernisierung durch die Familie Jensen aus Oeversee - in Betrieb genommen. Zehn Jahre später fiel dann die Entscheidung, das Unternehmen nach Oeversee zu verlagern, wo dann 1960 ein modernes Werk die Produktion aufnahm.

Strukturbedingt wurde das Werk 1992 von der Firma "Kalksandsteinwerk Oeversee Jensen KG" verkauft und vom neuen Betreiber bis zur Jahrtausendwende weiter betrieben.

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