zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 02:20 Uhr

Maasholm : Kahnstellen sacken erneut ab

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Maasholm verbucht erstmals ein Minus für den Hafen. Sorgenvoll blicken die Gemeindevertreter auf die historischen Anlegestellen an der Schlei.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Erstmalig verzeichnet der Hafenbetrieb Maasholm 2012 einen Verlust von 20 144 Euro, das stellten die Maasholmer Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr fest. Der Grund für das Minus waren der Ausfall der Tankstelle und des Kassenautomaten und die dadurch angefallenen Reparaturkosten. Die Mieterträge und Hafengebühren sind konstant geblieben, sie betrugen knapp 444 000 Euro. Trotz des Verlustes wird dem Hafenbetrieb offiziell eine „solide Geschäftspolitik“ und „eine insgesamt positive Entwicklung“ attestiert. Die Gemeindevertreter nahmen die Bilanz 2012 zur Kenntnis und übertrugen den Verlust einstimmig in den Haushalt 2013.

Und da sieht es laut Wirtschaftsplan besser für den Hafen aus. Er soll dann wieder einen Gewinn von 10 000 Euro bei Einnahmen von 583 100 Euro und Ausgaben von 573 100 Euro erwirtschaften. Denn, da waren sich alle einig, der Hafen Maasholm hat eine gute Chance, aufgrund seiner günstigen Lage als Jahres- und Tagesliegerhafen gegen die vorhandene Konkurrenz bestehen zu können. Der Vermögensplan wurde mit Einnahmen und Ausgaben von 363 700 Euro beschlossen. Der Bedarf an Investitionskrediten für den Hafen wurde auf 150 000 Euro festgesetzt, der für Kassenkredite auf 50 000 Euro.

In der Haushaltsrechnung 2012 waren außerplanmäßige Ausgaben von 56 732 Euro zu genehmigen. Das war kein Problem, denn trotz der Mehrausgaben wurde 2012 ein Überschuss von knapp 170 000 Euro erwirtschaftet. Ebensoviel konnten der allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Der Verwaltungshaushalt (gut 1,22 Millionen Euro) und der Vermögenshaushalt (308 000 Euro) wurden ebenfalls einstimmig genehmigt. Ebenso einstimmig wurde der Nachtragshaushalt 2013 mit 1,2 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 260 400 Euro im Vermögenshaushalt durchgewinkt. Die im Dezember 2002 eingeführte Fremdenverkehrsabgabe, sie betrug zuletzt zehn Euro pro Vorteilseinheit, wird ab Januar 2014 auf zwölf Euro erhöht.

Bislang konnte der Maasholmer Bürgermeister über Stundung und Erlass von Ansprüchen bis zu einer Höhe von 250 Euro und über die Niederschlagung bis zu 500 Euro allein entscheiden. Künftig ist dies Aufgabe der Gemeindevertretung.

Grundsätzlich bejahte die Gemeindevertretung die Erstellung eines Strukturkonzeptes zur Entwicklung der touristischen Infrastruktur im Amt Geltinger Bucht. Auf Kostenübernahmen wollten sich die Vertreter noch nicht einlassen. Zunächst sollen die Kosten ermittelt und geklärt werden, welche Gemeinden sich daran beteiligen. Die Gemeinde Maasholm möchte nicht, wie der Ausschussvorsitzende Paul Schlier es formulierte, „der Zahlmeister sein“.

In der Bürgerfragestunde zu Beginn der Versammlung hatten besorgte Anwohner gefragt, wie es um die Eiche an der Kirche steht. Laut Bürgermeister Kay-Uwe Andresen, kann die nur mit Genehmigung gefällt werden. Eine Genehmigung gibt es aber nicht. Außerdem habe die Eiche zwei Stürme schadlos überstanden. Ein hinzugezogener Baumgutachter sah keine Notwendigkeit, den Baum zu fällen. Trotzdem nehme die Gemeindevertretung die Sorgen der Anwohner ernst. Daher wird die Eiche untersucht. Von dem Ergebnis wird abhängen, wie weiter vorgegangen wird.

In seinem Verwaltungsbericht stellte Bürgermeister Andresen heraus, dass der Sturm „Christian“ die Gemeindekasse mit rund 15 000 Euro belastet hat. Ein Teil der Kosten wird durch Holzverkauf wieder hereingeholt. Die Gemeinde will den Meter für 30 Euro verkaufen. Der Bürgermeister dankte den Feuerwehren für ihren Einsatz.

Probleme hat Maasholm mit seinen historischen Kahnstellen. Hier ist es wieder zu Absackungen gekommen. Dadurch liegt der Kahnstellengrund zum Teil bis zu 20 Zentimeter unter der unteren Betonplatte. Dadurch besteht die Gefahr von Sedimentabtrag und Erosion. Derzeit wird intensiv nach Lösungen für dieses Problems gesucht.

Die von der Gemeindevertretung beschlossene Verbesserung der Breitbandversorgung ist in Planung. Es wird ein Konzept entwickelt und die weitere Vorgehensweise festgelegt. Es gibt auch wieder Hoffnung auf Fördermittel. Bis zur endgültigen Klärung der Frage nach Fördermitteln will die Gemeinde ihre Vorbereitungen abgeschlossen haben.

Der Bürgermeister bedankte sich im Namen der Gemeinde bei den Bewohnern des Hafenweges für die Gestaltung des Nikolaustages für die Kinder. Der Erlös der Veranstaltung betrug 362 Euro. Die Gemeinde stockt den Betrag auf 500 Euro auf und stellt das Geld der Kinderkrebshilfe zur Verfügung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen