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Rotary Club Flensburg : Käte-Lassen-Schüler geht nach Brasilien

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der 16-jährige Tronje Köhnke fliegt morgen für ein Jahr zum Schüleraustausch nach Belo Horizonte. Der Schüler wird entsandt vom Rotary Club Flensburger Förde.

Flensburg | Tronje Köhnke hat gerade die Käte-Lassen-Schule abgeschlossen und ist – ungeachtet seiner jugendlichen 16 Jahre – bereits Botschafter. Zwar nicht im Sinne des Auswärtigen Amtes, aber dennoch ist er in einer diplomatischen Mission unterwegs. Und zwar als einer der 10  000 Jugendlichen, die das Schüleraustausch-Programm des globalen Netzwerks der 116 Rotary Clubs jedes Jahr in die weite Welt schickt. Sein „Absender“ ist der Rotary Club Flensburger Förde. „Wir wünschen Tronje viele positive Erfahrungen und prägende Eindrücke im nächsten Jahr“, sagt Fabian Geyer, amtierender Präsident des Clubs. Zielort des Flensburger Jugendlichen ist ein Vorort des brasilianischen Belo Horizonte (siehe Infokasten).

An einem Aufenthalt im Ausland hat der 16-Jährige schon seit der 5. Klasse Geschmack gefunden, durch eine Freundin, die in den USA war. Seine Eltern, die keine Clubmitglieder sind, waren von der Idee weniger begeistert, aber Tronje hat sich mit einer selbstständigen Bewerbung bei den Rotariern durchgesetzt. „Damit ist er einer von den zwei bis drei Flensburger Schülern, denen wir pro Jahr einen Auslandsaufenthalt ermöglichen“, erzählt Jugenddienstbeauftragter Michael Klinzmann. Vor einigen Tagen ist bereits die 15-jährige Emma Elberg nach Neuseeland abgereist. Im Gegenzug nehmen die Flensburger Familien später als Gasteltern ausländische Jugendliche auf.

Der Jugendaustausch bietet allen Beteiligten vielfältige Chancen – einerseits andere kulturelle Hintergründe kennen zu lernen, aber auch Flensburg und die deutsche Kultur zu vermitteln. Für Rotarier ist dies ein aktiver Beitrag zur Völkerverständigung – und in diesem Sinne ist Tronje als Botschafter unterwegs.

Ein Jahr lang ist er nun durchgehend in einer bis drei brasilianischen Gastfamilien zu Hause, als vollwertiges Mitglied und entsprechend behütet. Brasilianisches Portugiesisch beherrscht er „nur in Fetzen“, wie er sagt, aber seine Sprachkenntnisse dürften im Schulunterricht, an dem er voll teilnehmen wird, schnell wachsen.

Und wie ist die Gefühlslage? „Angst vor dem Land habe ich nicht, eher vor meinem ersten Mal im Flugzeug“, sagt er gleichwohl gelassen. Vom Rotary Club Flensburger Förde wurde er ausführlich eingewiesen, hat sich auch selbst über sein Gastland informiert. Auf die völlig andere Kultur und Mentalität der Brasilianer ist er gespannt. Auch von dortigen Slums hat er gehört, die will er aber meiden. Fest eingeplant ist eine Reise zum Amazonas, was sicher ein echtes Abenteuer werden wird. Rio ist eigentlich ein Muss, vielleicht mit dem Endspielstadion der Fußball-WM im letzten Jahr?

Am morgigen Sonnabend geht es los: Abends von Hamburg über Frankfurt und Sao Paulo nach Belo Horizonte, wo Tronje wegen der Zeitverschiebung am Vormittag ankommt. Am Flughafen wird er, leicht erkennbar am blauen Blazer mit Rotarier-Wappen, natürlich von seiner Gastfamilie abgeholt. 

 

Für den Austausch 2016/17 können sich interessierte Schüler mit einer E-Mail an jugend@rcflf.de informieren.

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erstellt am 07.Aug.2015 | 11:00 Uhr

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