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Alice Schmidt geht nach Ghana : Junge Kämpferin für Frauenrechte

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Flensburgerin Alice Schmidt ist Jugendbotschafterin im Kampf für die Stärkung von Mädchen und Frauen

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 14:50 Uhr

Die Flensburger Studentin Alice Schmidt hat sich einer weltweiten Kampagne verschrieben. Die 27-Jährige, seit kurzem Jugendbotschafterin der Stadt, will für die Kampagnenorganisation „One“ arbeiten, die sich weltweit für die Rechte der Frauen einsetzt. Der erste Schritt führte sie jetzt – noch außerhalb der Kampagne – nach Accra, in die Hauptstadt von Ghana. Hier will Alice Schmidt für ihre Doktorarbeit recherchieren.

Auch in Ghana gelten nicht zu leugnende Fakten: „Weltweit haben 130 Millionen Mädchen und junge Frauen keinen Zugang zu Bildung“, sagt Alice Schmidt. „Dabei ist Bildung für viele der einzige Weg aus der Armut.“ Die 2004 gegründete Kampagnenorganisation „One“ setzt sich schon seit Jahren mit dieser Problematik auseinander und kämpft für die Rechte der Frauen. „Armut ist sexistisch“ ist der Titel eines Berichts, den die international anerkannte Organisation mit seinen knapp acht Millionen Unterstützern zum Weltfrauentag veröffentlichte.

Die Hochschulabsolventin in Politikwissenschaft, Philosophie und International Studies arbeitet momentan an ihrer Doktorarbeit. In diesem Zusammenhang machte sich die junge Frau am Mittwoch zu einem sechswöchigen Aufenthalt in Accra auf den Weg. In dem westafrikanischen Land sammelt sie Daten und führt Gespräche mit Politikern und Landwirten, um Forschung für ihr Doktorat mit dem Titel „Auswirkung der EU-Agrar- und Handelspolitik auf afrikanische Entwicklung“ zu betreiben.

Obwohl ihre Reise in die afrikanische Küstenstadt nicht in Kooperation mit „One“ verwirklicht wird, plant Alice Schmidt, sich anschließend der extremen Armut der Frauen weltweit mit Hilfe der Organisation zu widmen. „Wir wollen Aufmerksamkeit auf das Thema lenken, weil noch immer viele Menschen wenig über dieses Problem wissen“, betont die Jugendbotschafterin.

Eine Kampagne, die „One“ bereits ins Leben gerufen hat, ist das Projekt „#GirlsCount“. Menschen aus aller Welt zählen gemeinsam von eins bis 130 Millionen, indem sich jeder Teilnehmer eine Zahl aussucht und diese kreativ in einem Kurzvideo vorliest. Selbst Prominente wie Lady Gaga, Ryan Gosling oder Lena Gercke sind an dem Großprojekt beteiligt. „Tolle Aktion!“, findet Alice und bekräftigt, dass Aktionen wie diese die Thematik an die Öffentlichkeit bringen sollen.

Spenden fordert die Organisation generell nicht, doch dank junger Leute wie Alice Schmidt schafft es „One“, die Armut der Frauen weltweit bekannt zu machen und bietet eine realistische Perspektive zur Bewältigung der wirtschaftlichen Notlage. Ziel sei die Unterstützung der unter Armut leidenden Frauen durch finanzielle Hilfeleistung der reichen Nationen. Zusätzlich sollen 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Entwicklungszusammenarbeit investiert werden.

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