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Rudolf-Freudenberg-Preis : Jobs für Behinderte – die Stadt wird bunt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Förde Direkt Service und der Förderverein Flensburg Regional Marketing gewinnen 1000 Euro beim Freudenberg-Preis für ihre Geschäftsidee.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2015 | 19:00 Uhr

Flensburg | Bunt bepflanzte Grünflächen sind in der Stadt keine Seltenheit. Über 20 davon gestaltet der Förde Direkt Service (FDS), die Finanzierung übernimmt der Förderverein Flensburg Regional Marketing (FFRM). Dahinter verbirgt sich ein Geschäftsmodell: Partnerschaften mit regionalen Firmen für die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung zu nutzen. Mit dieser bunten Aktion haben die beiden Einrichtungen einen der vier zweiten Plätze des Freudenberg-Preises belegt und 1000 Euro gewonnen. Der Preis wurde ihnen im Kleist-Haus des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Berlin übergeben. Die Jury lobte unter anderem die Nachhaltigkeit des Projekts, das einen ganzheitlichen Beitrag zur Inklusion leistet, übertragbar und für andere Unternehmen beispielhaft ist.

Die Idee für das Projekt „Machen Sie Flensburg bunt“ ging vor drei Jahren daraus hervor, dass das Straßenbild in Flensburg noch besser gestaltet werden kann, erzählt Günter Fenner, Vorsitzender des FFRM. Die Stadt hatte dafür kein Geld und so wurden über den Förderverein Sponsoren gesucht, die eine Grünfläche in der Stadt finanzieren. Und das mit Erfolg. Verschiedene regional ansässige Firmen unterstützen die Aktion. Ein Quader mit einem Logo auf jeder Fläche weist auf den jeweiligen Sponsor sowie den FFRM hin, der sich um die Pflanzen auf den Kreisverkehren, Verkehrsinseln oder Straßeneinmündungen kümmert und Mitglied im FFRM ist. Ihr „Unwesen“ treiben die Mitarbeiter des FDS zum Beispiel am Twedter Plack, an der Bahnhofstraße oder am Sophienhof.

Der FDS als Integrationsunternehmen hat sich dazu verpflichtet, 25 bis 50 Prozent seiner Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen. 150 Mitarbeiter beschäftigt er in Kfz- und Fahrrad-Werkstätten oder im Malerbetrieb in Flensburg. Davon haben 53 eine Schwerbehinderung. Hinzu kommen 15 Mitarbeiter im Landschaftsbau, von denen ein Drittel einen Schwerbehindertenausweis besitzen. „Durch das Projekt wird nicht nur die Attraktivität der Stadt gestärkt, sondern es entstehen auch Arbeitsplätze“, betonen Fenner und FDS-Geschäftsführer Jürgen Klee.

Der Förderverein Flensburg Regional Marketing hat knapp 30 Mitglieder und freut sich stets über Neuzugänge. „In Flensburg gibt es noch einige Flächen, die bepflanzt werden können“, erzählt Fenner. Welche das sind, können künftige Sponsoren im Internet unter www.ffrm.net sehen.

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