Mittelangeln : Jetzt ziehen sie an einem Strang

Die neue Führung: Amtsvorsteherin Britta Lang mit ihren Stellvertretern Matz Matzen (l.) und Andreas Bonde.
Die neue Führung: Amtsvorsteherin Britta Lang mit ihren Stellvertretern Matz Matzen (l.) und Andreas Bonde.

Nach jahrelangen Streitigkeiten teilen sich nun Mittelangeln und Sörup den Posten des Amtsvorstehers.

shz.de von
13. Juli 2018, 12:00 Uhr

Mittelangeln | Es war eine kleine Sensation, als Thorsten Jansen für die Wahl des Amtsvorstehers für das Amt Mittelangeln eine geteilte Amtszeit vorschlug. Die ersten zweieinhalb Jahre solle Mittelangelns Bürgermeisterin Britta Lang das Amt wahrnehmen und in der zweiten Hälfte Matz Matzen aus Sörup. Um die Sache rund zu machen, soll Matzen in der ersten Hälfte als erster Vertreter fungieren und in der zweiten Hälfte Britta Lang. Der Bürgermeister von Schnarup-Thumby Andreas Bonde, so der Vorschlag von Jansen, solle das Amt des zweiten stellvertretenden Amtsvorsteher übernehmen. Wie von Jansen vorgeschlagen wurden die Posten einmütig vergeben.

Das war der Schlusspunkt einer überraschenden Entwicklung, denn in den vergangenen fünf Jahren war der Amtsausschuss häufig Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen zwischen der Gemeinde Mittelangeln und der Gemeinde Sörup. Der Streit ging soweit, dass Sörup offiziell die Aus-Amtung beantragt hatte.

Nun die neue Einigkeit. „Wir müssen nach vorne schauen“, verkündete Jansen und mahnte, dass man gut beraten sei, die Dinge künftig anders zu machen. Auch die neue Amtsvorsteherin Britta Lang bekannte sich zur Zusammenarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, in Zukunft Projekte gemeinsam umsetzen zu können.

Zu Beginn der Amtsausschusssitzung hatte der scheidende Amtsvorsteher Helmut Wacker bedauert, dass seine Amtszeit von Konflikten begleitet war und er sein Ziel, ausgleichend zu wirken, nicht immer erreicht habe. Dem neuen Amtsausschuss wünschte er einen gemeinsamen Weg zu finden.

Alterspräsident Günter Nissen, der die Wahl leitete, mahnte Beachtung der Amtsordnung an, die von Zusammenarbeit ausgehe und das gesamte Amtsgebiet zu beachten sei. Er äußerte die Hoffnung, dass die Bondenau in Zukunft nun keine Trennlinie mehr zwischen den Gemeinden sei.

Auf Nachfrage erklärte Matz Matzen, der den Vorsitz im Schulausschuss nicht wieder anstrebt, dass er an der Zukunft der Region mitarbeiten möchte. Zwar seien die Kirchtürme in der Region wichtig, das Kirchturmdenken müsse aber in den nächsten Jahren gemeinsam neu definiert werden.

Gemeinsam verabschiedeten Britta Lang und Helmut Wacker die ausgeschiedenen Amtsausschussmitglieder Rolf Meyer, Heiko Polauke und Dietmar Gräwe. Britta Lang dankte besonders ihrem Vorgänger Helmut Wacker für seine Arbeit als Amtsvorsteher und der Leitende Verwaltungsbeamte Ronald Legant hob das soziale Engagement von Wacker hervor.

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