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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 04:28 Uhr

Jedes zweite Abi an der Berufsschule

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schwerpunkt neue Energien: Mit Comeniusschule und Zentralschule wachsen allgemeinbildende und Berufsschulen immer stärker zusammen.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 08:14 Uhr

In den drei Flensburger Berufsschulen öffnet sich die Wundertüte des Bildungssystems: Berufsschulabschluss, Hauptschul- und Realschulabschluss, Fachhochschulreife, Abi – und so mancher fachliche Abschluss mehr. Erste, zweite oder dritte Chance. An den drei großen Flensburger Berufsbildungszentren Eckener-Schule, Hannah-Arendt-Schule und der Wirtschaftsschule HLA ist vieles möglich. Sie sind längst viel mehr als Berufsschule und damit dualer Partner der Betriebe der Region: Allein 1483 Schüler zählt die Sekundarstufe II – das heißt, die allgemeinbildende Oberstufe der drei Berufsschulen ist fast so groß wie die Oberstufen der vier Gymnasien samt KTS und IGS (Fridtjof-Nansen-Schule) zusammen mit 1566 Schülern. Und die 266 Abiturienten an den drei Beruflichen Gymnasien machen allein 38 Prozent aller gut 700 Flensburger Abiturienten 2013 aus. Zählt man die 267 Absolventen von Eckener-Schule, Hannah-Arendt und HLA mit Fachhochschulreife dazu – im Vergleich zu 43 Schülern, die die allgemeinbildenden Schulen nach dem 12. Jahrgang verlassen – dann liegt die Abi-Quote an den Berufsschulen mit 533 von 1012 fast bei 53 Prozent.


Energietechnik an der Comenius-Schule


 

Alle drei Schulen ergänzen gerade ihr Angebot: Am Beruflichen Gymnasium der HLA gibt es künftig vier betriebswirtschaftliche Angebote: Wirtschaft, IT und New Media, Wirtschaft und Sport, Wirtschaft und Tourismus und International Management Wirtschaft bilingual. Schüler der Hannah-Arendt-Schule müssen erst zum Halbjahreswechsel der 11. Klasse das zweite Profilfach Deutsch, Englisch oder Mathematik wählen, um hier die eigene Neigung zuvor prüfen zu können

Die erste sehr konkrete Zusammenarbeit zwischen den Berufsschulen und den allgemeinbildenden Schulen in der Region führt ab August zu einer gemeinsamen Oberstufe der Eckener-Schule und der Zentralschule in Harrislee mit dem Schwerpunkt Energietechnik und Energiemanagement. „Wir sind schon alle sehr gespannt!“, sagt Dietmar Post von der Eckener-Schule. Alternativ bieten alle Berufsschulen an ihren Berufsfachschulen Realschülern die meist zweijährige Schulausbildung zum ‚Assistenten‘ – einschließlich Fachhochschulreife an. Ab diesem Sommer ist diese Ausbildung in Kooperation mit der Eckener-Schule an der Flensburger Comenius-Schule möglich – mit dem Schwerpunkt ‚Regenerative Energien‘. „Das ist etwas Neues“, sagt Post: „Wir hoffen auf einen hohen Bekanntheitsgrad mit dieser Schulart.“ Für Bewerber mit einem schwächeren Mittleren Schulabschluss werde es ein zusätzliches Angebot mit dem Ziel der Verbesserung der Ausbildungsreife und der persönlichen Bewerbersituation an der Wirtschaftsschule HLA geben. Was Post besonders positiv bemerkt: „Kollegien unterschiedlicher Schularten sitzen zusammen in einem Lehrerzimmer.“ So würden auch Informationen besser fließen – zum Beispiel darüber, wie die Schüler nach dem ersten Abschluss weitermachen können.

Eine Überblickseite über alle Berufsschulen in Flensburg und Schleswig finden Sie in der Mittwoch-Ausgabe des Tageblatts.
 

 

 

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