Kommentar nach Flensburger Rad-Unfall : Jede Menge gefährliche Punkte in der Stadt

Melvin (14), Mitschüler des verunglückten Jungen, am Unfallort, wo jemand Blumen, Kerzen und eine Karte hingelegt hat.
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Melvin (14), Mitschüler des verunglückten Jungen, am Unfallort, wo jemand Blumen, Kerzen und eine Karte hingelegt hat.

Der traurige Neumarkt-Unfall vom Montag hat dem Rathaus eine neue Sicherheitsdiskussion beschert. Dabei gibt es mehr gefährliche Punkte als den Neumarkt.

shz.de von
06. September 2017, 04:56 Uhr

 Auf dem Weg zur Großstadt wird Flensburg diese Diskussion nicht erspart bleiben: Was muss auf den Straßen, Radwegen und Fußübergängen passieren, wenn jedes Jahr wieder 1000 zusätzliche Bürger, neue Studenten und immer mehr Urlauber und weitere Gäste mobil sein wollen? Nicht zu vergessen die lokale Wirtschaft, die auch florieren soll, und für den Transport ihrer Mitarbeiter, Produkte und Dienstleistungen die Straße ebenfalls braucht. Fakt ist: Stadt- und Verkehrsplaner predigen nicht nur, aber auch in Flensburg, dass der automobile Anteil des Verkehrs in der Innenstadt zugunsten von Bus, Rad- und Fußgängern schrumpfen soll. Dafür wird es aber nicht genügen, wenn der rührige Verein Klimapakt zur nächsten Runde von Aktionen wie „Wir radeln immer noch zur Arbeit“ oder „Mit dem Rad zur Schule“ zu mobilisieren versucht oder das TBZ den nächsten Fahrradschutzstreifen auf den Anstieg zwischen Glücksburger und Engelsbyer Straße pinselt. Der traurige Neumarkt-Unfall vom Montag hat dem Rathaus eine neue Sicherheitsdiskussion beschert. Dabei gibt es mehr gefährliche Punkte als den Neumarkt.

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