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Tourismus in Flensburg : James: Nächster Baustein für Sonwik

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Hotel mit vielen Highlights entsteht, doch die Nachbarn haben Bedenken wegen Bauhöhe und Verkehrsbelastung

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 05:57 Uhr

Erst Neumarkt, dann Intermar, jetzt Sonwik: Fast schon im Tagesrhythmus werden mehr oder weniger konkrete Pläne für neue oder schon bekannte Hotel-Projekte präzisiert. Stolze 30 Millionen Euro wollen Jan Pinno und Stephan Johannsen für den Umbau des letzten noch verbliebenen Marine-Baus in Sonwik investieren. Das Hotel im Bereich Vier Sterne plus mit einer ganzen Reihe fast schon spektakulärer Bestandteile soll einen ganz einfachen Namen bekommen: James. Schon im Sommer 2018 soll Eröffnung sein.

Morgen beginnt der Abriss des dreiteiligen Anbaus, der aus den 70er Jahren stammt. An seine Stelle kommt ein Neubau für den Spa-Bereich, mit einem 20 Meter langen Pool im Obergeschoss, mit Innen- und Außenbereich. Bewohner des Kapitänshauses (im Foto unten links angeschnitten) haben Bedenken gegen die Höhe geäußert, weil sie befürchten, dass der Neubau ihnen Licht nimmt. Der Bauantrag wird derzeit im Rathaus bearbeitet, Pinno und Johannsen rechnen mit einer Baugenehmigung im frühen Frühjahr. Sie weisen daraufhin, dass der Neubau nur geringfügig höher als das Kapitänshaus sei.

Haus 2 im früheren Marinestützpunkt war ein Technik- und Werkstatthaus. Davon zeugen nicht zuletzt die großen Stahltüren; sie bleiben geöffnet erhalten und machen Platz für viel Glas. Der gesamte Umbau erfolgt in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz und orientiert sich an den bereits erfolgten Umbauten in Sonwik. Die Zimmer zur Förde erhalten Balkone. Auch die fünf sehr hohen, sehr schmalen Fenster des Kesselhauses bleiben erhalten.

Die Bauherrn, die in Neumünster das Hotel „Altes Stahlwerk“ betreiben, haben in Sonwik Großes vor. Im Erdgeschoss finden zwei Restaurants Platz, eines mit Buffet, das andere à la carte. Die extrem hohen Decken werden variiert, ebenso die Wände, die entweder ganz oder aber auf knapp zwei Meter Höhe weggenommen werden. Die schwere Kranbahn, die in zwei Räumen an den Decken montiert ist, soll erhalten bleiben. „Fort unter schweren Lasten“ ist auf einer Schiene zu lesen. Auch andere an die frühere Heavy-Metal-Nutzung erinnernden Features sollen bleiben.

Die Treppenhäuser mit Terrazzo-Böden und Holzgeländer stehen unter Schutz und werden nur aufgehübscht. Die früheren Büroräume im ersten Stock sind allerdings zu klein für eine Hotelnutzung. Die Zimmer zum Hang erhalten eine Veranda und Außenflächen auf dem Dach eines niedrigen Anbaus.

Der gesamte Lieferverkehr und die Anfahrt zur Parkpalette erfolgt um das neue Badehaus herum; hier befürchten Nachbarn eine erhebliche Verkehrsbelastung. Die Bauherren indes sind sich sicher, dass diese sich in Grenzen halten wird.

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