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Flensburger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 10:13 Uhr

Jahresprogramm des Museumsbergs

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Historisch, modern und satirisch soll es werden: Herbert Marxens Karikaturen, Bilder von Käte Lassen und Unbekanntes von René Schoemakers

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 10:55 Uhr

Der Museumsberg hatte in diesem Jahr neben der Beseitigung der Sturmschäden auch mit Hausschwamm im Hans-Christiansen-Haus zu kämpfen – die Planungen für 2014 wurden dadurch nicht beeinflusst. Museumsdirektor Michael Fuhr stellte gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dorothee Bieske das Jahresprogramm vor.

Los geht es mit dem Museumsjahr 2014 im Januar mit einer gemeinsamen Ausstellung von Museumsberg und dänischem Kunstmuseum in Tondern. Gezeigt werden Bilder der dänischen Künstlerin Inge Lise Westman. Sie lebt und arbeitet auf Bornholm und findet dort die Themen ihrer Arbeit: Horizont, Sternenhimmel, Meer und Wald. Eine Besonderheit gibt es bei der Ausstellung. Um sie vollständig sehen zu können, muss man beide Museen besuchen. Im Februar soll es dafür an den Wochenenden einen Shuttle-Service zwischen den beiden Museen geben. „Kooperationen sind wichtig, damit Flensburg auch als Kulturstandort wahrgenommen wird“, sagt Museumsdirektor Michael Fuhr.

Im Mai folgt dann eine Ausstellung von Werken des Flensburger Karikaturisten Herbert Marxen. Dieser besuchte die Kunstgewerbeschule in Flensburg und arbeitete später für die Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“. Seine Satiren gegen den Nationalsozialismus führten 1938 zur Beschlagnahme seiner Werke und zur Schließung seines Ateliers durch die Gestapo. Im Magazin des Museumsberg liegen viele Arbeiten Marxens und die letzte große Ausstellung fand bereits vor drei Jahrzehnten statt: „Für uns ist das auch die Chance unsere Sammlung digital zu erfassen“, sagt Fuhr.

Das Magazin des Museumsbergs ist noch in einem anderen Zusammenhang wichtig: Wegen Bauarbeiten am Dach kommen die Gemälde in ein externes Lager in Flensburg. „Die Räume unter dem Dach sind denkbar ungeeignet für die Lagerung von Kunst“, sagt Bieske. Die Ausstellungen sollen durch Bauarbeiten und Umzug nicht beeinträchtigt werden.

Im September können sich die Besucher dann mit so gewöhnlichen Dingen wie Tellern auseinander setzen. Ausgestellt werden Bilder der Flensburger Malerin Suscha Korte. „Ihre Tellerbilder wirken auf den ersten Blick unscheinbar, sie erzählen aber Geschichten über Menschen und über Vergänglichkeit“, sagt Fuhr.

Die wissenschaftliche Volontärin des Museumsbergs Helene Weidner ist verantwortlich für die Ausstellung „Kinder. Kinder!“ im Oktober. Dort können sich Besucher auf einen Streifzug durch die Kunstgeschichte begeben. Begonnen werden soll mit Kinderbildern aus dem Mittelalter. Sehen kann man dann Bilder von Käte Lassen, Ludwig Dettman und Harald Duwe. „Dabei haben wir die Möglichkeit, Bilder zu zeigen, die noch nie gesehen wurden“, so Fuhr. Das Jahr soll dann mit einer Ausstellung über Flensburger Kinderspielzeug enden. Zu jeder Ausstellung, bis auf die letzte, wird es einen Katalog geben.

Einen Ausblick auf 2015 gab Fuhr ebenfalls: Gemeinsam mit der Mathildenhöhe Darmstadt soll es 2015, siebzig Jahre nach dem Tod Hans Christiansens, eine Retrospektive geben. Die Ausstellung soll in Darmstadt, München, Berlin und Flensburg gezeigt werden. Fuhr: „Darauf können sich die Flensburger freuen!“

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