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Steinberg : Jacob Möllgaard zum Ehrenmitglied ernannt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Dem 77-Jährigen lag die Renaturierung und Umgestaltung der Auen im 7800 Hektar großen Verbandsgebiet am Herzen.

Steinberg | „Die Stiefel, die ich übernommen habe, sind groß. Bis ich da hinein wachse, wird es dauern – wenn es überhaupt klappt“, sagte Nachfolger Johannes Erichsen bei der Verabschiedung von Jacob Möllgaard, der sein Amt als Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes Lippingau angegeben hatte. Sein Vorschlag, Möllgaard zum Ehrenmitglied zu ernennen, fand Zustimmung. Schließlich hat der 77-jährige seit 1980 an der Spitze gestanden. Insgesamt 45 Jahre gehörte er dem Vorstand an.

In all den Jahren lag ihm die Renaturierung und Umgestaltung der Auen im 7800 Hektar großen Verbandsgebiet mit seinen 2500 Mitgliedern am Herzen. Dafür hat er sich stark gemacht – mit Nachdruck und stets im vertrauensvollen Miteinander mit den Behörden, wie ihm Kai-Uwe Metzner und Eckhard Kuberski vom Landesbetrieb Küstenschutz bescheinigten. Wichtig waren Möllgaard vor allem Randstreifen an den Auen. Dafür hat der Verband eine Fläche von 77 Hektar erworben. Möllgaard sei eine prägende Gestalt und ein Pionier gewesen, was den naturnahen Gewässerausbau betreffe, sagte Kuberski. Dabei habe er mit großer Beharrlichkeit und immer sehr pragmatisch gearbeitet – und nebenher auch sein Herz für die Meerforelle entdeckt.

Matthias Rohde, Geschäftsführer des Landesverbandes aller rund 500 Wasser- und Bodenverbände in Schleswig-Holstein, bezeichnete Möllgaard als Sprachrohr der Ehrenamtler, der sich „tief in die Sache hinein gekniet“ habe.

Auch Ralf Petersen von der Kreisverwaltung und Arno von Spreckelsen als ehemaliger Vorstandskollege des Wasser- und Bodenverbandes Lippingau bescheinigten Möllgaard Weitsicht und Sachverstand. Nicht überall sei er damit auf Gegenliebe gestoßen, doch habe er sich seinen Humor stets bewahrt. Gerd Schmidt aus Flensburg als Ex-Ingenieur der Kreis-Wasserbehörde, der Möllgaard vier Jahrzehnte lang begleitete, war voll des Lobes, bescheinigte dem langjährigen Verbandsvorsitzenden ebenso wie auch seinem Nachfolger Johannes Erichsen, echte Kenner der Lippingau zu sein. Zu den in naher Zukunft anstehenden Maßnahmen gehören Renaturierungsmaßnahmen in Stobdrup und Osterholm.

Möllgaard war nicht nur Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes Lippingau, sondern auch 15 Jahre lang bis Ende 2016 Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes Langballigau, der seit Anfang 2017 „Landschaftsverband Flensburger Förde“ heißt. Dafür bedankte sich Karl-Henning Diederichsen aus Grundhof. In allen Grußworten wurde die Wertschätzung deutlich.

Jacob Möllgaard bedankte sich für die vielen lobenden Worte. Er bekannte, dass die Vorsteher-Tätigkeit ihn viel Mühe und Arbeit gekostet habe. „Aber ich habe in dieser ganzen Zeit auch viel Unterstützung erhalten. Deshalb habe ich alles gerne getan.“

Bereits im Dezember hat sich der Wasser- und Bodenverband Lippingau einen neuen Vorstand gewählt, und dem gehört neben dem neun Vorsteher Johannes Erichsen aus Kalleby als sein Stellvertreter Erich Struve aus Tollschlag an. Die weiteren Mitglieder sind Friedrich Greggersen aus Nübelfeld, Nico Jürgensen aus Roikier, Nils Otsen aus Nübel, Hans-Jürgen Bruhn aus Niesgrau, Henning Henningsen aus Grünholz, Lutz Clausen aus Esgrusschauby sowie Karl Peters aus Osterholm.

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