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Northern Lights Flensburg : IT-Gründer Philipp Abromeit: „Flensburg kann sich zur Zukunftsstadt entwickeln“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seitdem Northern Lights im Oktober 2015 weitere Flächen in der Wireg anmietete, entwickelt sich die IT-Gründung rasant.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2017 | 20:29 Uhr

Nordlichter auf dem Vormarsch: Dass der Berliner Diplom-Informatiker Philipp Abromeit (32) ein Flensburger Gründer wurde, war einerseits etwas zufällig – er lebte fünf Jahre mit seiner Frau hier: „Die Verbundenheit mit Flensburg blieb bestehen“, sagt er. So ganz zufällig war die Flensburger Gründung aber doch nicht. Seit mehr als zwei Jahren ist Abromeits junge Firma Northern Lights GmbH mit dem Technologiezentrum der Wirtschaftsförderung Wireg eng verbunden: „Das Technologiezentrum hat hier ein sehr schönes Biotop, so dass ich risikofrei gründen konnte“, sagt er. Der Service der Wireg habe in der Kundenakquisephase geholfen, weil er nur geringe finanzielle Risiken habe eingehen müssen.

Dazu hatte der Informatiker Glück, dass er für seine auf Unternehmen und Prozesse ausgerichtete IT-Beratung vier erfahrene Mitarbeiter einer Firma übernehmen konnte, die in Schwierigkeiten geraten war. Risikofrei wachsen konnte Abromeit an der Lise-Meitner-Straße, weil das sogenannte „Coworking“-Angebot des Technozentrums etwa die Möglichkeit gibt, zu festen Zeiten Raumkontingente zu buchen – und damit in der Wireg eine Betriebsstätte mit Adresse, Sekretariat und Service hatte.

Seitdem Northern Lights im Oktober 2015 weitere Flächen in der Wireg anmietete, entwickelt sich die IT-Gründung rasant. Eine zweite Geschäftsstelle in Berlin wurde gegründet, von wo aus Abromeit überwiegend selbst arbeitet. Neben fünf Flensburger Spezialisten beschäftigt er noch Mitarbeiter in Wiesbaden und Thüringen. Workflow-Management, Schnittstellensoftware, innerbetriebliche Prozessoptimierung und das Management der Kunden-Kommunikationsprozesse gehören zum Profil der kleinen, aber feinen Beratung. Einer der jüngsten Mitarbeiter ist der Chinese Bo Zheng, der von der Uni Lübeck kam und seine Bachelor-Arbeit bei Northern Lights schreiben wollte. Nach dem Abschluss blieb er einfach: „Ein guter Griff“, lobt der Chef: „Der hat wirklich etwas drauf.“

Zu den Kunden der jungen Firma gehören große Banken und Telekommunikationsunternehmen, aber auch Energieversorger wie die Flensburger Stadtwerke. Die nächste Kundengruppe, auf deren Prozesse sich Abromeit & Co gerade spezialisieren, sind nun Arztpraxen.

„In Flensburg wollen wir jetzt stärker in den Vertrieb gehen.“ Der Bedarf zur digitalen Transformation sei in vielen kleinen und mittleren Unternehmen groß. In der IT- und Gründerszene im Flensburger Raum, die im vergangenen Jahr im Prognos-Zukunfts-Atlas Bestnoten erhielt, sieht auch Abromeit große Potenziale: „Flensburg kann sich zu einer Zukunftsstadt weiterentwickeln“, erklärt er. Auch die Hochschulen, an denen unter anderem 1000 Informatiker studieren, würden nicht einfach nur ausbilden. Gute Netzwerke gebe es hier: „Hier kann etwas entstehen, was Vorbildcharakter hat“, lobt der junge Berliner.


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