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Jackstädt-Entrepreneurship-Center : Inspirierende Räume für junge Selbstständige

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die siebte Gründer-Lounge findet auf dem Campus in neu gestalteten Büros statt. Rund 120 Gäste haben die Räume offiziell eingeweiht.

Flensburg | Steril und nicht die Spur inspirierend wirkte der Gründerraum im Jackstädt-Entrepreneurship-Center (JEC) noch bis vor kurzem, tat aber natürlich seine Dienste. Seit wenigen Wochen jedoch ist etwas Wohnlichkeit eingekehrt in die beiden Souterrain-Arbeitsräume im Hörsaalzentrum auf dem Campus – mit Küchenzeile, Sofa-Ecke und stattlichen Grünpflanzen. Mit der siebten Gründer-Lounge gestern Abend und ihren rund 120 Gästen – Studenten, Dozenten, Unternehmer – sind die Räume offiziell (wieder) eingeweiht.

In der Regel stellen neue Gründer ihre Vorhaben vor, es gibt Getränke, Snacks und gute Ratschläge gesprächsweise. Diese Veranstaltungen zweimal im Jahr dienen vor allem dem Austausch auf Augenhöhe, erklärt Björn Carstensen und erzählt, dass sich einmal auch Investoren unter die Menge gemischt haben. Der 29-jährige Betriebswirt hat bis Oktober Studenten, die sich selbstständig machen wollten, unterstützt. Jetzt zieht sich der Flensburger „geordnet“ zurück und will sein Augenmerk auf die Arbeit als selbstständiger Berater richten.

Das dem Gründerraum und JEC übergeordnete Dr. Werner Jackstädt-Zentrum für Unternehmertum und Mittelstand ist eine Einrichtung beider Hochschulen. Carstensens Part für die Fachhochschule übernimmt nun Stefanie Jordt. Die 29-jährige Betriebswirtin aus Harrislee mit dem Schwerpunkt Marketing hat seit zwei Jahren in einem Interreg-Projekt an der Seite Carstensens gearbeitet.

Kirsten Mikkelsen, 38, vom Internationalen Institut für Management und ökonomische Bildung vertritt die Europa-Universität Flensburg. Unter anderem studienfachbedingt sei der Zulauf von Gründern der Fachhochschule größer als der von der Uni. Carstensen peilt ganz grob über den Daumen, dass das Verhältnis in etwa ein Drittel zu zwei Dritteln betrage. Allerdings beobachtet Kirsten Mikkelsen, dass mittlerweile sogar immer mehr Projekte von Pädagogen und zudem „grüne“ Gründungen angestrebt würden. „Wir bringen das Thema auch in die Wipo-Lehrer-Ausbildung ein“, sagt Mikkelsen. Björn Carstensen, Experte für Excel, Zahlen und Gesetze, wie er flachst, sagt, dass heutzutage keineswegs nur mit dem Ziel der Gewinnmaximierung gegründet werde. Beide sind sich darin einig, dass die Studenten auch neue Unternehmen anschieben, um gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Seit 2011 blicken die Gründungsgeburtshelfer auf geschätzte 126 Projekte zurück. Nicht jedes ist von Erfolg gekrönt, aber auch Scheitern gehört dazu, betont Kirsten Mikkelsen. „Man darf sich nicht schämen zu sagen, es hat nicht geklappt“, macht sie Mut. Ein solches Eingeständnis sei immer noch „besser als sagen zu müssen, ’das habe ich nicht ausprobiert’“, springt ihr Carstensen bei. „Wir zerpflücken auch mal ’ne Idee“, sagt er gerade heraus und nennt das „konstruktives Feedback“.

Als die anderen beiden Bausteine neben dem nützlichen Austausch mit Persönlichkeiten aus der Praxis, der Vernetzung und auch der Hilfe bei der Suche nach finanzieller Förderung für Projekte fügt Björn Carstensen die Information der Studenten über Unternehmensgründungen und die Qualifizierung beispielsweise in Workshops und Exkursionen hinzu.

www.jackstaedt-flensburg.de

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erstellt am 18.Nov.2015 | 11:16 Uhr

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