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Marode Rader Hochbrücke : Initiative fordert Tunnel unter Nord-Ostsee-Kanal

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Die Initiative „Tunnelbau 2025“ möchte bis Juni 2015 die Planungen für eine Ersatztrasse zur Rader Hochbrücke abschließen. Zehn Jahre später soll das Projekt umgesetzt sein.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 13:40 Uhr

Flensburg | Ein Tunnel, der unter dem Nord-Ostsee-Kanal entlangführt, soll ab dem Jahr 2025 die Alternative zur Rader Hochbrücke sein - so das erklärte Ziel der Initiative „Tunnelbau 2025“. Am Mittwochvormittag stellten der Flensburger Oberbürgermeister Simon Faber, sein Apenrader Kollege Thomas Andresen sowie Flensburgs CDU-Vorsitzender Arne Rüstemeier, SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lange und Rasmus Andresen, Landtagsabgeordneter der Grünen, das gemeinsame Projekt vor. „Tunnelbau statt Brückenstau“ haben sie sich auf die Fahnen geschrieben.

Da für die marode Rader Hochbrücke binnen zwölf Jahren ein Ersatz geschaffen werden muss, möchten die Politiker das Projekt nun schnellstmöglich anstoßen. Bis zum 30. Juni 2015 sollen die Planungen abgeschlossen sein – laut Rüstemeier ein sportliches, aber realistisches Ziel. Für 2025 ist die Fertigstellung geplant. „Wir müssen dieses Fiasko am Schopfe packen“, betonte er und erklärte die Forderungen der Initiative „Tunnelbau 2025“: Grundsätzliches Ziel sei, eine Ersatztrasse zu schaffen, über die sowohl Schienen- als auch Straßenverkehr führen können. Ein Tunnel ist dabei die bevorzugte Lösung der Gruppe. Außerdem spricht sich die Initiative dafür aus, keine Lasten- oder Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Rader Hochbrücke einzurichten.

Als nächsten Schritt werden SPD, Grüne und SSW einen gemeinsamen Antrag im Landtag vorlegen und versuchen, große Interessengruppen sowie die Bevölkerung für das Projekt zu gewinnen, um den Druck Richtung Berlin zu erhöhen. Mit diesem Ziel hat der Kreistag Rendsburg-Eckernförde bereits am Montag eine Resolution verabschiedet. Darin heißt es: "Wir fordern die Bundesregierung auf, die Planung für ein Ersatzbauwerk durch das Land Schleswig-Holstein unverzüglich freizugeben und entsprechende Mittel bereitzustellen." In die gleiche Kerbe möchte nun auch die Stadt Flensburg schlagen: Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar arbeitet ebenfalls an einer Resolution. In die deutsch-dänische Verkehrskommission sei das Thema bereits eingebracht, berichtete Oberbürgermeister Faber. Wichtig sei außerdem, so sagte Landtagsabgeordnete Lange, Landesverkehrsminister Reinhard Meyer den Rücken zu stärken, wenn er sich in Berlin für das Projekt einsetzt.

Damit sich auch die Bevölkerung über die Initiative informieren und sich dafür engagieren kann, wurden bereits eine Internetseite, eine Facebookseite und eine Onlinepetition eingerichtet. Schließlich gehe es um "das Überleben einer Region - und nicht weniger", stellte Rasmus Andresen klar.

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