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Flensburg : Inge Jensen will die Zeitumstellung abschaffen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Trotz Sommerzeit: Inge Jensen will sich mit 1500 Unterschriften gegen die Sommerzeit nicht zufrieden geben.

Flensburg | Es wäre falsch zu sagen, dass Inge Jensen (79) auf diesen Sonntag gewartet hat. Wenn Sonntag in der Früh die Uhren eine Stunde vorspringen, ächzen nicht nur Kleinkinder und Kühe, die aus dem Rhythmus kommen – oder die Schulkinder, die sich ärgern, dass sie ausgerechnet zwei Tage vor den Ferien eine Stunde früher zur Schule müssen.

„Ganz viele Leute sind nach der Umstellung richtig wütend und schlecht gelaunt“, sagt die Rentnerin. Seit Wochen sammelt sie in Flensburg und der Region Unterschriften gegen die Zeitumstellung. Der Tageblatt-Bericht über ihr Engagement bescherte ihr neben 500 eigenen Unterschriften bereits 1000 weitere von Unterstützern, und täglich trudeln neue ein. Die Rückläufer kommen mittlerweile nicht nur aus Flensburg, Angeln und Nordfriesland, sondern aus ganz Deutschland. Sie korrespondiert selbst mit Medizinern in Bayern.

„Ich bin schon bekannt wie ein bunter Hund in Flensburg“, hat sie festgestellt. Und darüber hinaus: Dem Tageblatt-Bericht folgten Interviews, bei RSH, der Frauenzeitschrift Tina oder dem NDR-Fernsehen. Ein Kamerateam drehte mit ihr beim „Lütten Koopmann“ und seinen Stammgästen auf Jürgensby, am Hafen und einer Bauernfamilie mit vier kleinen Kindern in Medelby (NDR Fernsehen, Sonnabend, 18.45 Uhr).

In der Politik war Inge Jensen auch schon – zunächst bei Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar, die ihre Petition auch unterschrieben habe. Ihr nächstes Ziel ist nun Kontakt zur Bundeskanzlerin – „und wenn ich mich vor ihre Tür setzen muss“. Denn eines möchte die Sommerzeit-Bekämpferin nicht: „Im Papierkorb soll unser Anliegen nicht landen. Dafür hat es schon zu viel Arbeit gemacht.“

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erstellt am 27.Mär.2015 | 15:30 Uhr

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