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Kunst : Individuelle Blicke auf das Lieblingsthema Meer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

33 Künstler sind in der neuen Ausstellung im Schifffahrtsmuseum vertreten / Morgen ist Eröffnung

Vielfalt und Kontrast sind die Hauptmerkmale der neuen Ausstellung „MareIntim“, die am Sonntag im Schifffahrtsmuseum eröffnet wird. 45 Werke von 33 Künstlern aus Deutschland und Dänemark, allesamt Mitglied in der Vereinigung „Flensborg Fjords Kunst & Kulturforening“ (FFKK), sind hier im Obergeschoss des Museums zu sehen, und zusammen ermöglichen sie dem Besucher einen sehr heterogenen Blick auf das Lieblingsthema vieler Küstenbewohner: das Meer.

So zeigt Norbert Rath auf einem Aquarell einen Dreimaster unter brennendem Himmel, während nur ein paar Schritte weiter die Büste einer Badenden von Antje Bergmann-Kupfer in ihrer Direktheit zum Schmunzeln einlädt („Nordseeliebe I“). Ursula Dietze hat aus einem Fundstück aus rostigem Stahl mit Hilfe kleiner Ziegelstücke ein stark abstrahiertes Boot gebaut, das sie ganz forsch „Optimist“ getauft hat. Das Gegenstück dazu: ein auf seine Urform reduziertes Boot aus Sandstein von Bettina Schwarze.

Ganz klassisch wirken die großformatigen Schwarzweiß-Fotos von Egon Kopp mit Motiven aus dem Flensburger Hafen. Gudrun Adrion aus dem FFKK-Vorstand hat das Thema Menschen auf Kreuzfahrern besonders kreativ und deutlich umgesetzt: In einer alten Zinkwanne – bei Ebay ersteigert – sitzt eine Dame mit großem Hut, Abendhandschuhen bis zum Ellbogen und einem schwarzen Pelztier um den Hals. Eine Magnumflasche Sekt liegt kopfüber in der Wanne. „Auf jedem Kreuzfahrer gibt es mindestens eine Dame, die auf Herrenfang ist“, sagt sie augenzwinkernd.

In dieser Ausstellung wird jeder auf seine Kosten kommen. Es gibt die klassische Yacht „D’Olly“, gemalt auf einem Stück Segel eben dieser Yacht (Nina Tholander). Es gibt eine Collage aus Strandfundstücken, kunstvoll kombiniert mit gerollten Textfähnchen (Inge von Krottnauer), es gibt konventionelle Acrylbilder, Zeichnungen und Holzschnitte. Und das Holzgerüst „Der Reisende“, das von den Besuchern mit allerlei maritimem Kleinzeug, Souvenirs und Fundstücken ausgestattet werden soll. Im Gegenzug darf „Der Reisende“, wenn er denn erstmal reich behängt ist, auch geplündert werden.

Erst vor wenigen Tagen hat eine dreiköpfige Jury, darunter Susanne Grigull vom Schifffahrtsmuseum, die Bilder aus insgesamt 77 Werken ausgewählt. Bis Mitte Januar bleibt die Bilderschau in Flensburg, danach zieht sie weiter nach Apenrade. Die Eröffnung mit musikalischem Beiprogramm ist am Sonntag um 11.30 Uhr.

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erstellt am 09.Nov.2014 | 08:50 Uhr

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