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Technologiezentrum Flensburg : Zehn Minuten lang den Traum-Arbeitgeber treffen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ten Minutes Me": Heute müssen Arbeitgeber hoffen, dass Studierende mit Ambitionen sie in die engere Auswahl nehmen mögen, wenn sie ihre Karriere planen.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 23:55 Uhr

Die Zeiten sind vorbei, dass Studenten in Zukunftsbranchen noch 50 Bewerbungen schreiben mussten, um mit etwas Glück Kontakt zu spannenden Arbeitgebern zu bekommen. Heute müssen Arbeitgeber hoffen, dass Studierende mit Ambitionen sie in die engere Auswahl nehmen mögen, wenn sie ihre Karriere planen. Die Antwort der Hochschule Flensburg und der Wirtschaftsförderung Wireg auf diese Entwicklung heißt „Ten minutes me“. Zehn Minuten hat jede Firma Zeit, junge Leute neugierig auf das eigene Unternehmen zu machen – gestern Nachmittag nutzen die IT-Experten aus zehn Unternehmen die Chance, sich innerhalb von zwei Stunden rund 100 interessierten Studenten des Hochschul-Fachbereichs Information und Kommunikation vorzustellen.

„Wir wollen die Sensibilität der Studenten für regionale Unternehmen erhöhen“, sagt Wireg-Chef Michael Otten und hat nach der Premiere in der Maschinenbaubranche vor wenigen Monaten einen schönen Nebeneffekt erkannt: „Die Unternehmen lernen sich auch untereinander mit ihren Kompetenzen besser kennen.“ Zunächst haben Arbeitgeber wie Dänisches Bettenlager, Bilfinger Greylogix, Orion oder das sh:z-Medienhaus völlig unterschiedliche Zielgruppen und Märkte.

Oder das Kraftfahrt-Bundesamt, das die Arbeitgeber-Vorstellung gestern im Technologiezentrum eröffnete: Arno Rachow vom KBA konnte nicht nur von 130 IT-Mitarbeitern unter fast 1000 KBA-Beschäftigten berichten sowie zwei Rechenzentren mit 350 Servern, sondern auch von einer ganz neuen Abteilung Marktüberwachung, die gerade im Zuge der VW-Abgasaffäre entstanden sei. Auch Testmanagement und Testautomatisierung, derzeit acht Beschäftigte, sei eine wachsende Abteilung mit Zukunftschancen – und nicht zuletzt stimme bei einer Kernarbeitszeit von 9 bis 15 Uhr die Work-Life-Balance. Mit dem Dänischen Bettenlager stellt ein anderer großer Arbeitgeber der Region seine IT-Prozesse gerade neu auf. „Dass hier ein Milliarden-Konzern ums Eck arbeitet, war mir vorher selbst nicht klar“, sagt Kay Ahnsel, der seit anderthalb Jahren für Digitalisierung & E-Commerce in der Bettenlager-Zentrale verantwortlich ist, die mit 450 Mitarbeitern 1200 Filialen in halb Europa steuert.

Einen kleinen Heimvorteil hatten Andreas Gerding, Till Simon und Nina Gölzer, die die Automatisierungstechnikfirma Bilfinger Greylogix vorstellten – die Firma mit heute fast 700 Mitarbeitern, darunter 440 Ingenieuren, ist um die Jahrtausendwende im Technologiezentrum gestartet. Werkstudentin Nina Gölzer berichtete, dass auch nach dem Einstieg des Bilfinzer-Konzerns die familiäre Atmosphäre in Flensburg erhalten geblieben sei.

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