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Jobs in Flensburg : Immer weniger Arbeitslose trotz Flüchtlings-Effekt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

9,6 Prozent: Günstigste Quote aller vier kreisfreien Städte im Land

Obwohl immer mehr Flüchtlinge in die Statistiken von Arbeitsagentur und Jobcenter rutschen, sinkt Flensburgs Arbeitslosenzahl und Quote weiter: Ende März waren in der Stadt insgesamt 4697 Menschen arbeitslos, 36 weniger als im Februar und 399 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank von 10,5 Prozent im vergangenen Jahr über 9,7 Prozent im Februar auf 9,6 Prozent Ende März. Das Jobcenter, deren rund 200 Mitarbeiter mit 3508 Personen glatt 75 Prozent der Arbeitslosen in der Stadt betreuen, berichtet von einer ähnlichen Entwicklung: Die aktuelle Zahl liegt um 300 niedriger als vor einem Jahr und um 11 unter dem Februar-Wert. Zugleich steigt der Ausländeranteil unter den registrierten Arbeitslosen weiter an. Deren Zahl stieg im vergangenen Monat um 33 auf 777. Damit machen sie bereits 16,5 Prozent der Arbeitslosen in der Stadt aus. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (Arbeitslose und Angehörige) stieg in Flensburg zuletzt um 28 auf 6286, die Zahl der Kunden in den Bedarfsgemeinschaften reduzierte sich um 23 auf insgesamt 10  800.

Jobcenter-Sprecherin Sabine Jostmeier erklärte, dass die Zuwanderer meist zuerst in größerer Zahl in den Statistiken der Arbeitslosengeld-II-Empfänger auftauchten: „Es ist erstaunlich, dass wir es trotzdem geschafft haben, die Arbeitslosenzahl unter den Jobcenterkunden weiter zu reduzieren“, sagt sie. Sie erinnerte daran, dass die hohen Flüchtlingszahlen auch zu positiven Sondereffekten auf dem Arbeitsmarkt geführt hätten: Es seien zahlreiche neue Arbeitsplätze etwa im pädagogischen Bereich, im Sicherheitsgewerbe oder bei Sprachmittlern geschaffen worden.

3508 Arbeitslose seien seit dem Start des Jobcenters im Jahr 2005 der niedrigste März-Wert überhaupt. Natürlich habe dabei ein sehr aufnahmefähiger Arbeitsmarkt in der Stadt und dem unmittelbaren Umland mit Harrislee und Glücksburg geholfen – und die weiter wachsende Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze. Jostmeier sieht aber auch erste Früchte der Aktivierungsoffensive des vergangenen Herbstes und Winters.

Die historisch tiefen Arbeistlosenzahlen erwartet sie noch mindestens in den nächsten beiden Monaten: Im zweiten Halbjahr könnten dagegen Zuwanderer in größerer Zahl auf den Arbeitsmarkt drängen.

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erstellt am 01.Apr.2016 | 07:00 Uhr

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