Bildung : Immer mehr Wege führen zum Abitur

Die Leiter der Gemeinschaftsschulen und Berufsschulen: (hinten v.  l.) Thorge Arp (GemS West), Gerd-Ulrich Marquardt (GGS Schafflund), Thomas Nonn (Comeniusschule), Jürgen Bethge (Zentralschule Harrislee), Oliver Bluhm (Koordinator für außerschulische Lernpartner der KLS), (vorne v.  l.) Achim Trautmann (HLA), Monika Günther (HAS), Sven Mohr (Eckener-Schule).
Die Leiter der Gemeinschaftsschulen und Berufsschulen: (hinten v. l.) Thorge Arp (GemS West), Gerd-Ulrich Marquardt (GGS Schafflund), Thomas Nonn (Comeniusschule), Jürgen Bethge (Zentralschule Harrislee), Oliver Bluhm (Koordinator für außerschulische Lernpartner der KLS), (vorne v. l.) Achim Trautmann (HLA), Monika Günther (HAS), Sven Mohr (Eckener-Schule).

Fünf Flensburger Gemeinschaftsschulen und drei Berufsschulen wollen mit ihren Bildungsangeboten kooperieren

shz.de von
23. Januar 2015, 13:16 Uhr

Den Weg zum Abitur können Schüler auf immer mehr Pfaden beschreiten. Denn nicht nur nach dem Gymnasium haben junge Leute den Abschluss in der Tasche. Auch auf den Flensburger Berufsschulen kann sein Abitur machen, wer zuvor auf einer Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe war. „Auch wenn Jungen und Mädchen auf eine Gemeinschaftsschule gehen, können sie ihr Abitur machen“, sagt Monika Günther, Leiterin der Hannah-Arendt-Schule.

Um ihnen den Übergang zu erleichtern, haben sich die drei Berufsschulen Flensburger Wirtschaftsschule HLA, die Eckener-Schule und die Hannah-Arendt-Schule (HAS) mit der Käte-Lassen-Schule (KLS), Comeniusschule, Zentralschule Harrislee, GGS Schafflund, Gemeinschaftsschule Flensburg-West (GemS West) zusammengeschlossen und einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Was wenig bekannt ist: Mittlerweile legen mehr Schüler in Flensburg ihr Abi an Berufsschulen ab als an den vier großen Gymnasien. Auf diesem Weg gibt es verschiedene Möglichkeiten. Über die Fachhochschulreife und auch nach einer dualen Ausbildung steht Jugendlichen nichts im Weg, um die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Wer sich um seine Zulassung sorgt, den kann Günther beruhigen: Alle Schüler haben eine Aufnahmegarantie – entsprechende Leistungen vorausgesetzt. Die Kooperation soll nicht verhindern, dass Schüler den klassischen und bekannten Weg zum Abitur gehen. Günther geht jedoch davon aus, dass das in Zukunft seltener passieren wird.

Inhaltlich gibt es bei der Zusammenarbeit zwischen den Schulen keine Probleme, denn alle Berufsschulen bieten Profile an, die näher am Arbeitsalltag sind als die von Gymnasien und Gemeinschaftschulen mit eigener Oberstufe. Solche Profile sind Gesundheit, Nahrung, Gastronomie, Wirtschaft, IT und Neue Medien sowie International Management. In der Eckener-Schule können sich die Jugendlichen zum Beispiel zwischen den Profilen Informationstechnik, Umwelttechnik und Gestaltungstechnik entscheiden. „Und dieses Angebot ist attraktiv“, sagt Sven Mohr, Schulleiter der Eckener-Schule, „denn die drei Berufsschulen bieten insgesamt zehn verschiedene Profile in zwölf Klassen an.“ Diese zehn Profile stellten eine große, qualitativ hochwertige und inhaltlich aktuelle Auswahl an Bildungswegen zum Abitur dar. Dies sei für Gemeinschaftsschüler und ihre Eltern eine gute Wahl für den Weg in der Oberstufe – und damit zum Abitur.

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