zur Navigation springen

Hilfe im Advent : Immer mehr Kinder und Familien brauchen Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Hilfe im Advent“ sammelt für Bürgerfonds, Schutzengel, Katharinen-Hospiz und Kinderschutzbund.

Flensburg | Die Hilfe im Advent, die am Wochenende startet, ist dieses Jahr Hilfsaktion für Kinder und Familien. Der Verein Schutzengel, der Kinderschutzbund, der Kinderhospizdienst beim Katharinen-Hospiz am Park und der Bürgerfonds „Flensburg hilft“ von Diakonischem Werk, Stadt und Tageblatt haben sich zum zweiten Mal zusammengetan, um die Adventshilfe Kindern und Familien in Notlagen in Flensburg und Umgebung zukommen zu lassen.

Obwohl die Arbeitslosenzahl in Flensburg zuletzt geschmolzen ist, gebe es immer mehr Familien in der Stadt, die auf Sozialhilfeleistungen angewiesen sind, sagt Flensburgs Sozialfachbereichsleiter Horst Bendixen: „Auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen, denen geholfen werden muss, steigt weiter an.“ Die staatlichen Leistungen alleine lösten die Probleme in etlichen Situationen nicht, so seine Erfahrung. Mit Spenden für die „Hilfe im Advent“ könnten die beteiligten Einrichtungen diese Lücken zumindest teilweise schließen, hofft Bendixen: „In allen Fällen bleibt es eine Hilfe zur Selbsthilfe.“ Diakoniepastor Thomas Nolte hat für den Bürgerfonds im abgelaufenen Jahr mehr als 80  000 Euro an mehr als 400 Bedürftige Flensburger und Familien ausgeschüttet. „Besonders bei existenziellen Krisen wie Trennung, Scheidung oder Krankheit ergeben sich wirtschaftliche Engpässe, bei denen eine Einmalhilfe aus dem Bürgerfonds eine große Hilfe bedeutet – ganz besonders bei Familien mit Kindern.“

Mit dabei bei der Hilfe im Advent ist zum zweiten Mal in Folge der Kinderschutzbund mit seinem Kinderhaus an der Marientreppe in der nördlichen Altstadt. Martina Krohn-Haut berichtet ebenfalls, dass immer mehr Familien im SGB II-Bezug lebten oder geringes Einkommen haben: „Die Folge für die Familien ist oft eine materielle Unterversorgung, die zu einer fehlenden sozialen Teilhabe führen kann.“ Über Spenden für Kinder im Kinderhaus könne man weiterhin ein kostenloses und gesundes Frühstück und Mittagessen anbieten.

Beim Verein Schutzengel begegneten viele Familien der Weihnachtszeit mit gemischten Gefühlen: „Auf der einen Seite ist die Vorfreude mit den Kindern auf den Weihnachtsmann groß.
Auf der anderen Seite drücken Sorgen, besonders wenn das Geld fehlt, es Konflikte gibt oder es den Kindern oder Eltern gesundheitlich nicht gut geht“, berichtet Volker Syring. In den Schutzengel-Elterntreffpunkten schaffe man vorweihnachtliche Atmosphäre und begleite Familien mit Aktionen wie Basteln und Backen mit den Kindern.

Mitgefühl, Bleiben, Begleiten statt Mitleiden, Weggehen, Übersehen – nach diesem Motto werden beim Kinderhospizdienst im Katharinen-Hospiz am Park Familien bei der Auseinandersetzung mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer unterstützt. Antwort einer Elfjährigen auf die Frage: „Was ist doof, wenn jemand stirbt?“ -„Dass es nicht mehr so ist, wie es einmal war. Dass man diesen Schmerz nicht wegblenden kann. Dass jeder leidet.“ Deshalb gebe es den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst.

Das Konto für die Hilfe im Advent beim Katharinen-Hospiz: IBAN DE55 2175 0000 0164 7940 83 (BIC NOLADE21NOS)

zur Startseite

von
erstellt am 26.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen