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Kronsgaard : Im Schlafstrandkorb mit dem Ex-Minister

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Reinhard Meyer, Ex-Wirtschaftsminister und aktueller Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, übernachtete mit seiner Frau am Strand von Pottloch.

Seine Frau Uta hatte es sich gewünscht und Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbands mit Sitz in Berlin erfüllte ihr den Wunsch: Einmal in einem Schlafstrandkorb am Strand der Ostsee eine Nacht verbringen. Der Touristikverein „Ferienland Ostsee Geltinger Bucht“ machte es möglich. Denn der Verein verfügt über eine solche ungewöhnliche Schlafgelegenheit – am Strand von Pottloch in der Gemeinde Kronsgaard.

Die Bedingungen für eine lauschige Nacht waren bestens: Das Wetter war schön. Es wehte ein leichter, ablandiger Westwind. Mit einem Bollerwagen zogen die Meyers hinunter an den Strand, richteten sich ein: Es war alles bereit für eine angenehme Nachtruhe – und für ein Erlebnis der besonderen touristischen Art, zumal viele Gute-Nacht-Wünsche den Präsidenten und seine Frau begleiteten. Und dann gab es nach dem Aufstehen die Möglichkeit zu einem erfrischenden Bad in der Ostsee – was will das Herz mehr?

Für den örtlichen Touristikverein war Meyers Besuch eine gute Gelegenheit, sich dem Präsidenten vorzustellen und für das Engagement im Gegenzug viel Lob zu ernten. Touristikvereins-Vorsitzender Heiner Nissen hatte im Vorfeld des Besuches für einen Grillabend mit regionalen Leckereien gesorgt. Das gefiel Reinhard Meyer und seiner Frau genauso wie den Bürgermeistern, die sich das nicht entgehen lassen wollten.

Nissen betonte, dass der Tourismus zu einem Hauptwirtschaftszweig im Bereich der Geltinger Bucht, die er als touristisches Highlight bezeichnete, geworden sei. „Der Verein ist bestens aufgestellt und bestrebt, die Region für Urlauber noch attraktiver zu gestalten“, sagt er. Dazu gehöre auch das Angebot von regionalen Produkten. An Meyer gewandt, fügte Nissen hinzu, dass dieser nicht nur als Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, sondern auch in seiner Zeit als Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister einen für den Tourismus „tollen Job“ gemacht habe.

Für den Ex-Minister war das keineswegs der erste Besuch in der Gemeinde Kronsgaard. Wie er erzählte, habe er als Zwölfjähriger mit seinen Eltern hier Urlaub gemacht. Das war 1972 und der Aufenthalt ziemlich verregnet. Doch die Erinnerung an damals sei positiv im Gedächtnis geblieben.

Dass er und seine Frau sich für eine Nacht im Schlafstrandkorb in Pottloch entschieden hätten, sei der Beharrlichkeit des örtlichen Touristikvereins zu verdanken. Was den Deutschen Tourismusverband betrifft, stellte er diesen als Lobbyorganisation für die touristische Entwicklung in Deutschland vor. Dieser Beratungs- und Koordinationsstelle der nationalen Tourismuswirtschaft und -politik gehören Landestourismusorganisationen, Stadtstaaten sowie regionale Tourismusorganisationen, Städte, kommunale Spitzenverbände sowie fördernde Mitglieder wie der ADAC und die Deutsche Bahn an. Insgesamt sind es rund hundert Mitglieder.

Dem Touristikverein „Ferienland Ostsee Geltinger Bucht“ mit dem Slogan „Urlaub ganz oben“ zollte Reinhard Meyer großes Lob. Mit seinen Akteuren habe er viel geschafft. Und weil alle an einem Strang ziehen und es einen tollen Zusammenhalt gebe, sei man auf einem guten Weg. Der Präsident sprach von einer „stolzen Region“ und bescheinigte dem Verein, viel erreicht zu haben. Das gemeinsame Streben nach Qualität sei ein Erfolgsrezept.

Bevor sich Reinhard Meyer und seine Frau Uta sich schließlich schlafen legen konnten, blickte Kronsgaards Bürgermeister Hans-Walter Jens auf die Vergangenheit zurück. Er sprach davon, dass sich der in Hamburg lebende Meyer als ehemaliger Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein auch den Tourismus-Hut aufgesetzt und „viel für uns getan hat“.

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