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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 13:07 Uhr

Glücksburg : Im Rollstuhl bis ins Wasser

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Stadt investiert in fünf „Mobichairs“. Damit ist behindertengerechter Badespaß in Holnis und Sandwig möglich.

Glücksburgs Tourismus soll behindertengerechter werden. Darum investierte die Stadt 24  000 Euro aus eigenen Mitteln in die Anschaffung von fünf Strandrollstühlen (Mobichairs). Weitere 12  000 Euro kamen von der Förderinitiative Aktivregion. „Mit etwas Fremdhilfe können selbst Menschen mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen mithilfe dieser Rollstühle in der Ostsee baden“, erklärte Bürgermeisterin Kristina Franke. Die Stühle haben bequeme Halterungen, Anschnall-Möglichkeiten und große Gummireifen. Auf einer speziellen Gummimatte (Mobimat) werden sie über den Strandsand bewegt. Die Matten liegen an drei Stellen in Holnis (Eingang Campingplatz, Bereich Dreibogen und Surfschule) und an zwei Stellen in Sandwig (nach der Sanierung links und rechts der Brücke). Die Stühle können kostenlos bei der DLRG, an der Strandbude in Holnis und an der Surfschule Holnis ausgeliehen werden.

Angeregt hatte das Projekt der Glücksburger Verein „Jahresringe weiterleben“. Regine Sartorius und Sebastian Johannsen vom Verein hatten bereits vor einem Jahr zwei behindertengerechte Strandkörbe gespendet. Sie stehen derzeit auf der Promenade in Sandwig. Es ist geplant, einen nach Holnis-Drei zu verlegen. Dort wurde auch gerade eine Toilette behindertengerecht umgebaut. Sebastian Johannsen, der auch Leiter der Parkresidenz in Glücksburg ist, kann sich vorstellen, dass die Rollstühle auch von Pflegeeinrichtungen für Senioren genutzt werden. Sein Haus plane aber noch keinen konkreten Einsatz. Reinhard Bartsch vom Gästehaus Bartsch in Holnis begrüßte die Stühle sehr. „Seit 27 Jahren bieten wir die einzigen rollstuhlgerechten Ferienwohnungen nach DIN in Glücksburg. Sie werden zu 25 Prozent von Menschen mit Behinderungen gebucht.“

Auch die Stadt müsse sich den Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen, sagte Kristina Franke. Viele Menschen, die nach Glücksburg kämen, legten Wert auf Behindertengerechtigkeit. „Schauen Sie nur die Anzahl der Rollatoren im Ort an.“

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