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Mittelangeln : „Ich habe lieber gestaltet als verwaltet“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ingo Borkl, Leitender Beamter im Amt Mittelangeln, nach 49 Jahren im Dienst der Verwaltung verabschiedet.

Mittelangeln | Die Fusion der Gemeinde Sörup mit dem Amt Satrup zum Amt Mittelangeln, der große Schulverband aus den Ämtern Mittelangeln und Hürup aber auch die missglückte Fusion zwischen den Gemeinden Satrup und Sörup fallen in die Zeit des Wirkens von Ingo Bork, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Mittelangeln. Nach 49 Jahren im Dienste der Verwaltung hat das Amt Mittelangeln ihn nun im Satrup-Krog in den Ruhestand verabschiedet.

Seit 1984 hat Bork die Entwicklung der Gemeinde Sörup maßgeblich mitgestaltet, zunächst sechs Jahre als Kämmerer und dann als Büroleitender Beamter. Sörup als amtsfreie Gemeinde musste sich den Herausforderungen eines Zentralen Ortes stellen, Baugebiete schaffen und die Nachfrage nach Gewerbeflächen befriedigen. Das Sörup ein interessanter Gewerbestandort ist, verdankt die Gemeinde einer weitsichtigen Kommunalpolitik, aber auch einer Verwaltung, die im Ruft steht, Verwaltungsvorgänge schnell und präzise umzusetzen.

Die Gemeinde Sörup und später das Amt Mittelangeln, dessen Leitender Verwaltungsbeamter Bork 2008 wurde, haben sich auf sein breite Fachwissen verlassen können, bestätigten sowohl Amtsvorsteher Helmut Wacker als auch Mittelangelns Bürgervorsteher Bernd Karde und Sörups Bürgermeister Dieter Stoltmann. „Ingo Bork hat uns immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden“, sagte Stoltmann. Dabei habe Bork sich nie verbogen.

Als schmerzlich empfand Bork das Scheitern der Fusion von Sörup und Satrup zur Großgemeinde Mittelangeln. Die Bürger Sörups verweigerten letztlich der Fusion ihre Zustimmung. Viele Monate hatten Politik und vor allem die Verwaltung die Fusion vorbereitet und voran getrieben. Bork hatte in vielen Versammlungen Überzeugungsarbeit geleistet – vergebens. Bitter für Bork auch der gescheiterte Versuch, Die Leitung der Amtsverwaltung hauptamtlich zu besetzen. Die politischen Gegensätze prallten auch bei diesem Thema so hart aufeinander, dass Sörup erwog, wieder aus dem Amtsverband auszuscheiden.

Petra Bülow, Vorsitzende des Gemeindetages Schleswig-Flensburg, wies auf das Engagement von Ingo Bork im Club der Leitenden Verwaltungsbeamten und im Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag hin. Auch hier habe Bork zur erfolgreichen Arbeit beigetragen.

Als Verwaltungsverantwortlicher habe er Höhen und Tiefen mitgemacht, sagte Bork in seiner Dankesrede und gestand, „Ich habe immer lieber gestaltet als verwaltet.“ Für ihn sei es ein gutes Gefühl, wenn er durch seine Heimatregion gehe, sagen zu können, an vielen Entwicklungen maßgeblich mitgewirkt zu haben.

Mit einem kleinen Sketch zeigten die Mitarbeiter der Amtsverwaltung ihrem langjährigen Chef, womit man als Ruheständler seine Zeit verbringen kann. Zum Nachfolger von Ingo Bork hat der Amtsausschuss Ronald Legant benannt. Er tritt sein Amt am 1. August an.

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