Kreis Schleswig-Flensburg : Husbyer Reetdachhaus nach Blitzeinschlag in Flammen

Das Strohdach und der Dachstuhl brennen komplett aus. Ein Nachbar-Reethaus muss gesichert werden.

shz.de von
28. September 2017, 11:30 Uhr

Husby | Ein starkes Gewitter, dass am Donnerstagmorgen von der Elbe kommend in Richtung Dänemark zog, ist nach ersten Erkenntnissen die Ursache für einen Großbrand in Gremmerup bei Husby im Kreis Schleswig-Flensburg. Nach einem Blitzeinschlag in das Strohdach stand der Dachstuhl in Flammen.

 

Gegen 9.50 Uhr bemerkten die Bewohner des Hauses während des Gewitters einen Blitzeinschlag in ihr Haus und wenig später den Brand in dem großen Anwesen im Stadtweg und wählten den Notruf. Bereits wenige Augenblicke später loderten die Flammen aus dem Dach. Der Einsatzleiter ließ daraufhin sofort weitere Feuerwehren aus der Umgebung zur Unterstützung nachalarmieren.

Insgesamt kamen acht Freiwillige Feuerwehren zum Einsatz, darunter auch die Freiwillige Feuerwehr Glücksburg mit der Drehleiter. Mit deren Hilfe wurde der Brand, der sich auf den gesamten Dachstuhl des historischen Hauses ausdehnte, auch von oben bekämpft. Parallel dazu unternahmen die rund 100 eingesetzten Feuerwehrleute einen Löschangriff an mehreren Gebäudeseiten von außen.

Die Feuerwehr löscht das brennende Haus von mehreren Seiten.
Sebastian Iwersen

Die Feuerwehr löscht das brennende Haus von mehreren Seiten.

 

Ein gegenüberliegendes Reetdachhaus wurde von den Einsatzkräften mit massivem Wassereinsatz gekühlt, wodurch ein Übergreifen des Feuers durch die enorme Hitzestrahlung verhindert werden konnte.

Trotz des schnellen Einsatzes konnten sie jedoch nicht verhindern, dass Dachstuhl und Dachgeschoss komplett ausbrannten. Das Erdgeschoss wurde durch das Feuer so schwer beschädigt, dass nach einer ersten Einschätzung von einem Totalschaden an dem historischen Gebäude ausgegangen werden muss.

Strohdach und Dachstuhl brennen komplett aus, das Erdgeschoss wird stark beschädigt.
Sebastian Iwersen

Strohdach und Dachstuhl brennen komplett aus, das Erdgeschoss wird stark beschädigt.

 

Ein Nachbar wurde vor Ort von der Besatzung eines Rettungswagens versorgt, da er nach Angaben der Feuerwehr über Atemprobleme klagte.

Da das Löschwasser nur schwer in das brennende und glimmende Reet eindringen kann, gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig und aufwändig. Brennendes und herabstürzendes Reet musste am Boden von Hand abgelöscht werden.

Die Löscharbeiten der Feuerwehr werden sich nach ersten Erkenntnissen bis zur Ablöschung aller Glutnester vermutlich über den ganzen Tag hinziehen. Die Kriminalpolizei hat die Brandstelle für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

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