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Flensburger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:52 Uhr

Auf dem Ochsenweg : Hungernd bis an die Förde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Falk Strehlau wandert ohne zu essen in sieben Tagen von Wedel nach Flensburg – für den guten Zweck

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 15:00 Uhr

Flensburg | Von Wedel an die dänische Grenze, zu Fuß und ohne zu essen. Der Hamburger Falk Strehlau stellt sich für sieben Tage einer besonderen Herausforderung: Er wandert den historischen Ochsenweg entlang und hungert dabei. Auch auf Geld verzichtet er während dieser Zeit. Start war gestern Mittag in Wedel an der Elbe. Jeden Tag möchte er etwa 28 Kilometer wandern, um die Strecke von zirka 200 Kilometern in sieben Tagen hinter sich zu bringen.

Doch warum isst er dabei nichts? „Ich möchte anderen zeigen, dass man auch mal ein paar Tage verzichten kann. Und so spare ich jeden Tag ein paar Euro, um sie zu spenden.“ Spenden möchte der 33-Jährige an das Tierheim „Lelenc“ in Ungarn. Dort seien in den vergangenen Wochen zwölf Hunde an Herzwürmern erkrankt. Eine tückische Krankheit, deren Behandlung langwierig und kostspielig sei. „Deshalb beschlossen meine Partnerin Cathrin Weinrich und ich, etwas zu unternehmen, um zu helfen“, sagt Strehlau. Das Paar hat selbst zwei Hunde aus dem Tierheim – darüber kam der Kontakt zustande. Die Idee für die Wanderung entstand spontan. Um sie umzusetzen, nutzt der Hamburger seine letzten Urlaubstage.

Strehlau ist selbst ernannter Abenteurer. Eine Ostseequerung mit dem Kayak, eine Elbe-Tour mit dem Schlauchboot und viele Wanderungen unter erschwerten Bedingungen – für ihn ist das nichts Neues. „Allerdings bin ich noch von meiner letzten Tour angeschlagen, der Weg nach Flensburg wird anstrengend“, sagt er. Mit seinem rund 20 Kilo schweren Rucksack passiert er auf der historischen Trasse unter anderem Uetersen, Neumünster, Jevenstedt, Rendsburg und Schleswig. Übernachten wird er in seinem Zelt entlang des Wegs. Ausreichend Wasser hat er dabei. „Und für den ersten Tag ein paar Äpfel, sonst ist das zu extrem“, so der Veganer. Seine „Henkersmahlzeit“ bestand gestern früh aus einem Brötchen und Seitanwürstchen. Am Montag wird er sein Ziel erreichen: das Partnertierheim von Lelenc in Flensburg. An „helpinghands4animals“ sollen auch die Spenden gehen. „Die werden dann an Lelenc weitergeleitet“, so Strehlau. Ganz wichtig sei ihm und seiner Freundin: „Viele Menschen denken immer, eine kleine Spende lohnt sich gar nicht. Aber wenn von 100 Menschen jeder nur ein paar Euro an helping hands spendet, dann bewegt das viel.“

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