zur Navigation springen

Haushaltsplan : Hürup schnallt den Gürtel enger

vom

170 000-Euro-Defizit zwingt Gemeinde zum Sparen.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 07:14 Uhr

Hürup | "Danke, dass ihr euch zum Wohle aller Bürger mit eurer engagierten Arbeit in die Gemeinde einbringt" - mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Jan-Nils Klindt in Hürup die letzte Gemeinderatssitzung vor der Kommunalwahl. Ein gemeinsames Essen mit allen hauptamtlich und ehrenamtlich Tätigen einmal im Jahr als kleiner Dank für ihre Arbeit habe eine lange Tradition und sollte auch in Zukunft fortgesetzt werden, wünschte sich Klindt.

Ein Hauptthema war danach der Haushaltsplan 2013, den Finanzausschussvorsitzende Susanne Paulsen erläuterte, wobei sie auf einige abweichende Ansätze im Vergleich zum Vorjahr hinwies. Durch die bilanziellen Abschreibungen in Höhe von rund 200 000 Euro könne der Ergebnishaushalt erneut nicht ausgeglichen werden, so Paulsen. Es werde mit einem Defizit von etwa 170 000 Euro gerechnet, so dass bei den Ausgaben weiter konsequente Zurückhaltung angesagt sei.

Für die energetische Sanierung der Sporthalle soll ein Darlehen in Höhe von 213 000 Euro aufgenommen werden. Die Arbeiten verschieben sich aus planungstechnischen Gründen um ein Jahr, was aber keinen Einfluss auf die Fördermittel habe, versicherte Klindt. Die Jahresrechnung 2012 konnte nur mit vorläufigen Ergebnis vorgestellt werden, das sich ohne Abschreibungen und Sonderposten auf 122 657 Euro beläuft. Die Gemeindevertreter folgten den Empfehlungen des Finanzausschusses und beschlossen den Haushaltsplan und die vorläufige Jahresrechnung. Die Steuersätze bleiben unverändert bei je 280 Prozent für die Grundsteuer A und B und 310 für die Gewerbesteuer.

In der Einwohnerfragestunde wurde bemängelt, dass seit Einführung der "Doppik" die Haushaltspläne für Zuhörer nicht mehr zu durchschauen seien. Es wurde angeregt, künftig eine übersichtliche Kurzfassung des Haushalts zu verteilen.

Der TSV hat finanzielle Sorgen. Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden Jörg Hauenstein könne durch sinkende Mitgliederzahlen und gestiegene Kosten der Haushalt trotz aller Anstrengungen nicht mehr ausgeglichen werden. Die Gemeindevertreter entsprachen da raufhin der Bitte des Ausschusses für Jugend, Sport und Kultur, dem TSV zunächst befristet die Sporthallengebühren in Höhe von 6000 Euro pro Jahr zu erlassen.

Zum Abschluss der Sitzung lobten alle Gemeindevertreter die gute und harmonische Zusammenarbeit in den vergangenen fünf Jahren über alle Parteiinteressen hinweg.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen