HSH: Nonnenmacher droht Verlust seiner Millionen-Abfindung

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09. Januar 2013, 06:54 Uhr

Hamburg/Kiel | Die HSH Nordbank will von ihrem früheren Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher die Abfindung von vier Millionen Euro zurückfordern, falls er in seinem Kieler Verfahren rechtskräftig verurteilt wird. Der Aufsichtsrat habe einer entsprechenden Änderung des Aufhebungsvertrags zugestimmt, teilte die Bank gestern in Kiel mit. Dabei geht es um das Ermittlungsverfahren der Kieler Staatsanwaltschaft wegen falscher Verdächtigung oder Untreue im Zusammenhang mit der Entlassung des ehemaligen Vorstandsmitglieds Frank Roth. Nonnenmacher selbst rechnet nicht damit, dass er seine Abfindung von vier Millionen Euro aus dem Jahr 2010 zurückzahlen muss. Er erwarte eine Einstellung des Verfahrens der Kieler Staatsanwaltschaft, teilte sein Anwalt Heinz Wagner mit. Nach gründlichem Studium der Ermittlungsakte der Kieler Staatsanwaltschaft sei er überzeugt, dass Nonnenmacher auch im Fall des früheren Vorstands Frank Roth stets pflichtgemäß und im Einklang mit geltendem Recht gehandelt habe. Nonnenmacher habe einer Änderung des Aufhebungsvertrags zugestimmt, weil auf der Bank ein erheblicher politischer Druck laste.

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