Strandtest Flensburg-Glücksburg : Holnis: Durchschnittsstrand mit Premium-Lage

Haben den Strand im Blick: Julian Hübener (19), Verena Steinmetz (18) und Ulrike Jolly (40)
Haben den Strand im Blick: Julian Hübener (19), Verena Steinmetz (18) und Ulrike Jolly (40)

Gebühren top – Ausstattung flopp: Die Halbinsel Holnis kann in wichtigen Disziplinen nicht punkten.

shz.de von
29. Juli 2014, 15:07 Uhr

Nach anderthalb Wochen allerbesten Urlaubswetters in Folge stellen sich um so mehr diese Fragen: In welchem Zustand sind die Sanitäranlagen an den Stränden? Wie sauber ist es am Wasser? Klappt die Anfahrt reibungslos? Das Tageblatt testet in einer Serie die Strände in und um Flensburg. Heute: Holnis-Drei

Strand

Der Sandstrand ist über drei Eingänge erreichbar, stein- und algenfrei. Das Wasser ist klar und flach. In der Hauptsaison überwacht ein sechsköpfiges DLRG-Team den Strand. Die Badegäste müssen für die Benutzung des Strandes 2,60 Euro pro Tag Kurtaxe zahlen (1,30 ab 15 Uhr). Der Automat gibt kein Wechselgeld heraus. Es gibt mehrere Klettergerüste und Schaukeln. Beim Kiosk „Strandterrasse“ können Tretboote, Tretmobile und Paddle Boards ausgeliehen werden. Preise: 9 Euro pro Stunde; 5 Euro pro halbe Stunde. Strandkörbe können gemietet werden. Preise: 9 Euro pro Tag; 5 Euro ab 15 Uhr. Minigolfplatz und ein zu locker gespanntes Volleyballnetz sind am Strand vorhanden. Bänke sind ausreichend vorhanden, Schatten gibt es jedoch nur wenig. Für FKK-Fans gibt es links der DLRG-Station einen Strandabschnitt.

Essen und Trinken

Der Kiosk „Strandterrasse“ (am ersten Eingang) und das italienische Restaurant „Lodge am Meer“ in 150 Metern Entfernung haben geöffnet. Auch am zweiten und dritten Eingang gibt es je einen Kiosk.

Müllentsorgung


Mülleimer sind entlang der Promenade und in Imbiss-Nähe ausreichend vorhanden. Hundetüten können den Spendern an der Promenade problemlos entnommen werden.

Sanitäranlagen

Es gibt ausreichend WCs entlang des Strandes und der Promenade. Beschilderungen fehlen fast gänzlich. Kleiner Tipp: Bei der Promenaden-Toilette erkennt man die Geschlechter anhand der Fliesenfarbe im Klo. Punktabzug für die Sauberkeit: Drei von fünf Toiletten waren verstopft oder verschmutzt. Zwei Freiluft-Duschen gibt es lediglich an der DLRG-Wachstation und an der „Strandterrasse“. Dort ist der Sichtschutz erheblich beschädigt.

Anfahrt


Die Anreise verläuft dank guter Beschilderung unkompliziert. Ein großer Parkplatz ist gut ausgeschildert, leicht zu erreichen und kostenpflichtig (bis 1 Stunde: 0,50 Euro, bis 3 Stunden: 1 Euro, Tagesticket: 1,50 Euro). An der Promenade gibt es fünf kostenfreie Behindertenparkplätze. Die Buslinie 21 von Flensburgs Zob fährt über Glücksburg ebenfalls dorthin. Ein Fahrradweg führt über die Promenade. Fahrradständer sind vorhanden.

Hundestrand


Am Strand herrscht Hundeverbot, auf der Promenade nicht.

Fazit


Das flache Wasser und die geringe Strömung bieten vor allem für Kinder Vorteile. Am ersten Eingang ist es sehr voll, daher bietet es sich an, das Strandlager einige Meter weiter aufzuschlagen. Das Angebot rechtfertigt die Doppelgebühr (Parkplatz und Kurtaxe) nicht. Tiefe Treckerspuren im Sand, ein umgestürztes Fußballtor, ausgelagerte Duschen im Dünengebüsch und parkende Baufahrzeuge, rufen nur bedingt Urlaubsgefühle hervor. Dennoch fühlen sich Jens Petersen und Sohn Bjarne aus Itzehoe wohl: „Die Lage mit der Halbinsel und die Umgebung bieten viele Freizeitmöglichkeiten. Man liegt hier nicht nur am Strand, sondern kann auch was machen“.
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