Diskussion um Flensburger Schulen : Hoffnung an der Hohlwegschule

„Der Zustand ist eine Katastrophe, aber das Gebäude ist eigentlich sehr charmant“: Was wird aus der Hohlwegschule?
„Der Zustand ist eine Katastrophe, aber das Gebäude ist eigentlich sehr charmant“: Was wird aus der Hohlwegschule?

Neubau an der Käte-Lassen-Schule scheint vom Tisch – zunächst soll die Kita möglichst schnell geplant werden

shz.de von
17. März 2018, 07:00 Uhr

21 Millionen Euro für eine nagelneue Schule Ramsharde, und am Bohlberg ist endlich auch ein Neubau der Fruerlundschule in Planung. In Flensburgs ältester Grundschule, der Hohlwegschule, hatte das Kollegium zuletzt eher den Eindruck, bei den Bauplanungen vergessen worden zu sein. Der Zustand mancher Räume ist jämmerlich. Doch nun gibt es auch an der Glücksburger Straße Bewegung, wobei der Druck offenbar weniger aus der Schulverwaltung kommt.

Denn der politische Prozess, der eine neue Hohlwegschule produzieren soll, ist komplex. Im Rat entschieden ist, dass Hohlwegschule und eine neue „Kita Südstadt“ mit bis zu 120 Plätzen an einen gemeinsamen Standort sollen. Zuletzt war dafür der Standort Käte-Lassen-Schule erste Wahl, und zwar auf dem alten Sportgelände von Flensburg 08 nördlich des Käte-Lassen-Wegs. Doch die Stadt befürchtet neben einer komplizierten Erschließung offenbar auch reichlich Gegenwind aus der Nachbarschaft. Deshalb wird im Rathaus nun wieder in Richtung Altstandort gedacht: „Wir fragen uns, ob es sinnvoll ist, einen etablierten Schulstandort zu verlassen“, erklärte Brüggemann im Forum Jürgensby-Sandberg. „Es gibt erste Signale: Grundschule und Kita sind räumlich auch hier möglich.“ Die Politik soll sich im Frühjahr damit beschäftigen.

Dabei wäre dem Hohlwegschul-Kollegium am liebsten, wenn das historische Haupthaus einbezogen werden könnte, etwa mit einem Anbau auf der Südseite, wo jetzt ein wenig ansehnlicher WC-Pavillon steht. „Der Zustand ist eine Katastrophe, aber das Gebäude ist eigentlich sehr charmant“, sagt die neue Schulleiterin Silvia Schmidt. Gestern versprach Stadtsprecher Clemens Teschendorf auf Nachfrage: „Es wird definitiv geprüft, inwieweit man die bestehenden Altbauten einbeziehen kann.“

Druck entsteht in der Baugeschichte eher von Kita-Seite: Die Stadt möchte gern möglichst schnell die Kita Schwedeneck für neue Wohnungen im Bahnhofsviertel aufgeben. Um diese und die Johannisstraßen-Kita schließen zu können, muss aber die neue Kita Südstadt am Hohlweg stehen.

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