Eggebek : Hoffen auf frische Ideen

Hoffen auf Ideen für die Energie-Olympiade: Anja Stoetzel (v.l.), Klaus Wortmann, Amtsvorsteherin Ute Richter, Stefan Sievers, Claus-Peter Richelsen, Lars Fischer sowie Maria Hock und Julia Schirrmacher vom Klimaschutzmanagement.
Hoffen auf Ideen für die Energie-Olympiade: Anja Stoetzel (v.l.), Klaus Wortmann, Amtsvorsteherin Ute Richter, Stefan Sievers, Claus-Peter Richelsen, Lars Fischer sowie Maria Hock und Julia Schirrmacher vom Klimaschutzmanagement.

Vor der nächsten Runde der Energie-Olympiade im September zogen die Sieger des vergangenen Jahres Bilanz.

shz.de von
01. August 2018, 12:00 Uhr

Eggebek | Die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) veranstaltet seit mehr als zehn Jahren eine Energie-Olympiade und zeichnet dabei herausragende und nachahmenswerte Projekte der Kommunen mit einem Preisgeld von insgesamt zirka 100 000 Euro pro Wettbewerbsrunde aus. Vor dem Beginn der nächsten Runde im September informierten sich Geschäftsführer Stefan Sievers und Projektleiter Klaus Wortmann über den Umsetzungsstand der letztjährigen Preisträger im Amt Eggebek. Das Amt hatte mit seinem Energiekonzept Smartregion Eggebek den zweiten Preis errungen.

Das ganzheitliche Energiekonzept basiert auf dem Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes, um schnelle Schaltprozesse zu ermöglichen und damit die im Amtsbereich produzierte erneuerbare Energie aus Windkraft, Photovoltaik und Biogasanlagen direkt vor Ort nutzen zu können. Zu diesem Zweck war im März das Amtswerk Eggebek gegründet worden. „Mit dem flächendeckenden Glasfasernetz schaffen wir die notwendige Infrastruktur zwischen Verbrauchern und Produzenten, um vor Ort produzierte regenerative Energie auch in der Region einzusetzen und die Wertschöpfung vollständig in der Region zu halten.“ Ab dem vierten Quartal soll die Vermarktung beginnen.

Den Siegerpreis in der Kategorie „Energiekonzepte“ gewann die Klimaschutzregion Flensburg mit ihrem integrierten Klimaschutzkonzept. „Die Jury war beeindruckt von dem Zusammengehen von 34 kleinen ländlichen Gemeinden für den Klimaschutz und den breitgefächerten Ideen im Masterplan“, erklärte Stefan Sievers, EKSH-Geschäftsführer.

Anja Stoetzel, Bürgermeisterin der Gemeinde Nordhackstedt, berichtete über das angelaufene Projekt „Emono“ (Elektrisch mobil zwischen Nord- und Ostsee), das ein bedarfsorientiertes E-Carsharing für Touristen und der Bevölkerung ermöglichen soll. Als „Binnenland-Flitzer“ sollen diese Autos nächstes Jahr für Urlauber, Bevölkerung und Verbände und Vereine buchbar sein. Parallel dazu soll auch die Lade-Infrastruktur verbessert werden. Als weitere innovative Aktionen verwies Claus-Peter Richelsen, Bürgermeister von Ausacker, auf in verschiedenen Gemeinden erstellte Quartierskonzepte, in denen Abwärme aus Biogasanlage vor Ort zum Heizen von Gebäuden eingesetzt werden soll. Breiten Raum im Konzept nehme überdies die Klimabildung in Kindergärten und Schulen ein, berichtete Julia Schirrmacher vom Klimaschutzmanagement. Dazu konnte Artefact aus Glücksburg für die Arbeit im Schafflunder Kindergarten gewonnen werden, und an den Grundschulen in Eggebek und Kleinjörl wurden Theaterprojektwochen mit den Schülern zum Klimawandel veranstaltet.

EKSH-Geschäftsführer Sievers war angetan von den Umsetzungsschritten. Er hofft nun, auch in der neuen Energie-Olympiade wieder zahlreiche innovative Projekt auszeichnen zu können und ihnen damit auch eine kleine Starthilfe zur Umsetzung zu geben.

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