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"Netzwerk Nachbarschaft" : Hörup werkelt an schönster Straße

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Zahlreiche Bürger buddelten und pflanzten einen Tag lang fast pausenlos, um beim deutschlandweiten Wettbewerb gut abzuschneiden.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 07:27 Uhr

Hörup | Seit 2004 lobt das "Netzwerk Nachbarschaft" Preise für besondere Bürger-Aktionen aus. Gemeinsam mit "Hagebaumarkt" werden noch bis zum 31. August Nachbarschaftsinitiativen in ganz Deutschland unter die Lupe genommen, die sich tatkräftig für die Verschönerung einer Straße einsetzen - und das kleine Geestdorf Hörup ist dabei (wir berichteten). Gemeinsam sollen dort die Os terstraße und das angrenzende Sportzentrum sowie der Fußweg zwischen Osterstraße und Nordhackstedter Straße attraktiver gestaltet werden. Die Gemeinde war unter den ersten 100 Bewerbern für den bundesweiten Wettbewerb. Selbst ein Kamera-Team war im April schon vor Ort, interviewte Bürgermeister Joachim Janke und einige Bürger und drehte ein Wettbewerbs-Video.

Jetzt, wo der Frost definitiv aus dem Boden gewichen ist, die Temperaturen einigermaßen sommerlich sind, konnten sich die Bürger endlich ans Werk machen und mit der Umgestaltung beginnen. Auf den Termin wurde anhand von Aushängen im Dorf und im Gemeindebrief hingewiesen, damit möglichst viele Anwohner mit anpacken, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen.

Der Geestgemeinde kam zugute, dass sie die Bewerbung für den Wettbewerb schnell abschickte, denn die ersten 100 Bewerber bekamen ein hilfreiches Starterpaket gespendet, im Fall von Hörup kam es vom Hagebaumarkt in Leck. Bereits am Vorabend des Pflanztermins wurden alte Sträucher, Fichten und kaputte Zäune zwischen Reit- und Tennisplatz entfernt. Gemeinsam fuhr man dann nach Leck, um das Starterpaket von Marktleiter Andreas Müller persönlich entgegenzunehmen. 280 Liguster-Pflanzen sowie Pfähle und Latten für die Zaunausbesserung wurden verladen.

Xenia Bartelsen, Vorsitzende des Sozial- und Kulturausschusses und antreibende Kraft beim Wettbewerb, war am folgenden Tag beeindruckt von der großen Bürger-Beteiligung. Rund 50 Helfer, darunter auch Mitglieder des Höruper Sport Clubs (HSC), der Gemeindevertretung - allen voran Bürgermeister Janke - und zahlreiche Kinder und Jugendliche waren dem Aufruf gefolgt.

Dann ging alles Hand in Hand. Mit einem Schlepper von Peter Lorenz Greisen, Stephan Johannsens Miniradlader, dem Radlader des Baugeschäfts von Heiner Bebensee und Handwerkszeug, das Xenia und Jan Bartelsen mitgebracht hatten, ging die Arbeit schnell voran. Der Zaun wurde repariert, Büsche geschnitten, Böden aufbereitet und aufgefüllt und das Dach des Geräteschuppens repariert. Besonders tüchtige Helfer waren Malte (16), Folkart (11), Jannik (11), Kjell-Tove (8) sowie Ben (7) und sogar ganz junge Bürger wie Jona Helene (4) und Tamme (3) waren den ganzen Nachmittag dabei. "Ich bin hier wahrscheinlich der älteste", sagte Bürgermeister Janke und stützte sich auf einen Spaten. "Aber damit die Sportanlage optisch ansprechend wird und gut genutzt werden kann, bin ich natürlich gern dabei."

Das Ergebnis der Aktion wird laut Xenia Bartelsen in der ersten Juniwoche im Rahmen der "Höruper Festwoche" offiziell vorgestellt. Der Termin wird noch bekannt gegeben - und dann können sich alle Interessierten von der gemeinschaftlichen Tatkraft der Höruper überzeugen.

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